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Genauigkeitstest für Navis in Bad Schandau

Genauigkeitstest für Navis in Bad Schandau

Ob das Auto-Navi oder der GPS-Empfänger im Smartphone richtig funktioniert, kann man jetzt in Bad Schandau testen. Seit gestern ist der erste GPS-Referenzpunkt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für die Nutzung frei gegeben.

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Beigeordneter Heiko Weigel (r.) zeigt auf den Referenzpunkt, mit dem Bürgermeister Thomas Kunack die Genauigkeit des GPS-Empfängers testete.

Quelle: Silvio Kuhnert

Bad Schandau. "Man legt sein Handy einfach drauf und liest ab, wie genau es die aktuelle Position bestimmt", erläuterte Ria Liebscher, Referatsleiterin im Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung, während sie ihr Mobiltelefon auf das Kreuz mitten auf der Edelstahlplatte legt. Die Werte, die das Gerät anzeigt, muss sie nur noch mit den auf der Metallplatte eingravierten Daten abgleichen. Wenn auf dem Display die Koordinaten 50,917587 Grad nördliche Breite und 14,149778 Grad östliche Länge erscheinen, dann funktioniert es einwandfrei. Denn Referenzpunkt und Positionsbestimmung des GPS-Empfängers stimmen dann zu 100 Prozent überein.

In der Regel allerdings gibt es immer kleine Abweichungen. "Und die können beispielsweise beim Geocaching wichtig sein, nämlich ob ich links oder rechts des Weges nach dem Versteck suchen muss", berichtet Liebscher. Die moderne Form der Schnitzeljagd erfreut sich auch in und rund um Bad Schandau größer werdender Beliebtheit. Mit Hilfe eines GPS-Geräts und geografischer Koordinaten gehen die "modernen Schnitzeljäger" auf die Suche nach Caches (Verstecken), die andere Personen eingerichtet haben. "Im Stadtgebiet gibt es bereits rund 50 und in der näheren Umgebung rund 300 Geocaches", sagte Bürgermeister Thomas Kunack (parteilos). Er sieht großes Potenzial, mit dem Referenzpunkt neue Gäste in die Region zu locken.

Aber nicht nur Geocacher können und sollen den Messpunkt nutzen. Das Angebot richtet sich auch an jeden Besitzer eines Auto-Navigationsgeräts, Smartphone-Nutzer sowie auch an Wanderfreunde und Radfahrer. "Viele Wanderer packen heutzutage nicht mehr die Wanderkarte aus, sondern ihr Navigationsgerät", meint Kunack.

Der touristische Aspekt ist der Hauptgrund dafür, dass die Landkreisverwaltung Bad Schandau als Standort ausgewählt hat. "Der Referenzpunkt sollte von überall her erreichbar sein und outdoor, also draußen, stehen", erklärt Heiko Weigel (CDU), Beigeordneter für Bau und Umwelt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Messpunkt befindet sich auf der Insel der Wendeschleife am Busbahnhof an der Elbe. Die Edelmetallplatte ist auf einem Granitstein angebracht. Neben dem Referenzpunkt und den Koordinaten der verschiedenen Bezugssysteme sind zwei QR-Codes angebracht, die zum einen auf die Internetseite des Landesvermessungsamtes mit weiteren Erläuterungen und zum anderen auf die Internetpräsenz des Landkreises führen.

Der Referenzpunkt in Bad Schandau ist der fünfte im Freistaat. Dresden hat bereits zwei solche Geopositionen. Weitere stehen im Landkreis Bautzen und im Landkreis Nordsachsen. Nach und nach soll jeder Kreis in Sachsen solch einen Punkt erhalten. Weigel hat bereits Interesse für einen zweiten Referenzpunkt im Osterzgebirge signalisiert.

Silvio Kuhnert

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