Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Google+
Gemeinschaftsausstellung Künstlerhof Röhrsdorf in der Stadtgalerie Radebeul

Blick auf „Die andere Seite“ Gemeinschaftsausstellung Künstlerhof Röhrsdorf in der Stadtgalerie Radebeul

Es kommt ja nicht zu oft vor, dass ein profaner Bau wie die Niederwarthaer Brücke in Kulturkreisen in den Rang eines Diskussionsgegenstands erhoben wird. In der Stadtgalerie Radebeul ist das in diesen Tagen allerdings der Fall.

Voriger Artikel
Festung Königstein wird im Advent zum Märchenwald
Nächster Artikel
Für Kinder rollt eine Dampfeisenbahn auf dem Pirnaer Marktplatz

Letzte Vorbereitungen: Franziska Kunath und Olaf Amberg hängen ein Gartenbild von Kunath in den Radebeuler Ausstellungsräumen.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Es kommt ja nicht zu oft vor, dass ein profaner Bau wie die Niederwarthaer Brücke in Kulturkreisen in den Rang eines Diskussionsgegenstands erhoben wird. In der Stadtgalerie Radebeul ist das in diesen Tagen allerdings der Fall. Schließlich hat die Niederwarthaer Brücke dafür gesorgt, dass das rechtselbische Radebeul eine kurze Verbindung ins Linkselbische erhalten hat, egal ob das nun verwaltungstechnisch Dresden, Klipphausen oder Meißen zugerechnet wird. „Man ist zusammengerückt“, sagt Stadtgaleristin Karin Baum über die vor fünf Jahren für den Verkehr freigegebene Brücke. Höchste Zeit also, sich einmal mit dem künstlerischen Schaffen „Auf der anderen Seite“ zu beschäftigen. Die gleichnamige Ausstellung der Stadtgalerie, die heute Abend, 19.30 Uhr, eröffnet, tut das zum ersten Mal.

Insgesamt 16 Künstler beteiligen sich an der Ausstellung, die alle etwas gemeinsam haben: Sie haben an einem Pleinair teilgenommen, das Franziska Kunath in diesem und im vergangenen Jahr auf ihrem Künstlerhof im Klipphausener Ortsteil Röhrsdorf ausgerichtet hat. „Das hat sich so ergeben“, sagt die Künstlerin, wie sie zur Idee kam, befreundete und bekannte Künstler zu einer gemeinsamen Schaffenszeit unter freiem Himmel einzuladen. Dabei wurde zwanglos miteinander gegessen, gearbeitet habe aber jeder für sich, wie Olaf Amberg, einer der beteiligten Künstler, betont. Hin und wieder habe man aber mal auf die Leinwand der anderen gesehen und neue Eindrücke gewonnen. Auch Gespräche sind auf diese Weise entstanden. Den eigentlichen Kick beim Pleinair habe aber laut Amberg etwas anderes gegeben. „Das Unmittelbare, die Arbeit in der Natur, das ist der Reiz“, sagt er. „Das ist nicht immer gemütlich“, fügt er an, und werde deshalb nur noch selten von Künstlern gemacht.

Was aber nicht bedeutet, dass in der Stadtgalerie allein Landschaften zu sehen sind, die rings um den Röhrsdorfer Künstlerhof entstanden sind. Etwa die Hälfte der Arbeiten gehen auf eines der beiden Pleinairs zurück, schätzt die Künstlerin Kunath, die andere Hälfte habe man ausgewählt, um der Arbeit der jeweiligen Künstler gerecht zu werden. Insgesamt etwa 40 Werke sind zu sehen.

Diese Auswahl zeigt: Es geht vor allem darum, einen in Radebeul bisher kaum bekannten Künstlerkreis zu präsentieren. „Sie sind so nah, aber keiner kennt sie hier“, sagt Stadtgaleristin Karin Baum. Ausgestellt werden neben den bereits genannten auch Arbeiten von Michele Cyranka, Robert Finke, Anna Gorsleben, Carsten Bürger, Gerrit Höfig, Susan Wittwer, Rita Geißler, Barbara Wiesner, Stephanie Laeger, Anita Rempe-Gilbert, Elisabeth Richter, Philipp Gloger, Bettina Zimmermann und Sylvia Fenk. Es sind vor allem Gemälde und graphische Arbeiten, aber auch einige Plastiken zu sehen. Wen die Ausstellung neugierig auf Mehr von der Gruppe macht, der kann dem Künstlerhof in Röhrsdorf, Pinkowitzer Straße 10, ab 2. Dezember einen Besuch abstatten. Dann eröffnet eine Ausstellung mit auf dem Pleinair entstandenen Arbeiten, die bis Ende des Jahres zu sehen ist. Auch am Tag der linkselbischen Höfe am dritten Adventswochenende beteiligt sich Franziska Kunath. Besichtigungen sind telefonisch unter 035204/ 39 00 93 abzusprechen.

Zur heutigen Vernissage in der Stadtgalerie hält die Kulturjournalistin Ingrid Koch die Laudatio. Das Berliner Duo Maria Schneider und Johannes Schleiermacher steuern zum Programm die Musik bei.

„Die andere Seite“ vom 18.11-18.12. und 9.1.-22.1. 2017, Stadtgalerie Radebeul, Altkötzschenbroda 21, Di.-Do. und So. 14-18 Uhr geöffnet

Von Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr