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Gemeinderat beschließt: Ottendorf-Okrilla verkauft seine Immobilien

Gemeinderat beschließt: Ottendorf-Okrilla verkauft seine Immobilien

Die Gemeinde trennt sich definitiv von ihrem kommunalen Wohnungsbestand. Dazu zählen das Zwölfeckhaus, Mehrfamilienhäuser aus den Anfangsjahren des vorherigen Jahrhunderts sowie diverse Eigentumswohnungen.

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Nach jahrelangem Streit wird das Zwölfeckhaus nun verkauft.

Quelle: Peters

Ottendorf-Okrilla. Der entsprechende Grundsatzbeschluss wurde jetzt vom Gemeinderat getroffen. Zuvor war viereinhalb Jahre lang mehr oder weniger heftig gestritten worden.

Die Vorgeschichte: Im November 2010 setzten sich vier Gemeinderäte von den Linken und der FDP zusammen und machten sich Gedanken, was mit den gemeindeeigenen Immobilien passieren soll. Man war sich einig: Alle zwölf Wohnhäuser waren mehr oder weniger sanierungsbedürftig und durch eine schwerfällig agierende Gemeindeverwaltung auf Dauer nicht effizient zu bewirtschaften. Bestes Beispiel: das 1976 gebaute Zwölfeckhaus mit 2832 Quadratmetern Mietfläche. Hier nimmt die Gemeinde im Optimalfall 130 000 Euro Miete pro Jahr ein. Der Sanierungsrückstau beläuft sich jedoch auf mindestens 1,2 Millionen Euro. Und Geld dafür ist im Gemeindehaushalt in den kommenden Jahren absehbar nicht vorhanden.

Aus dieser Erkenntnis heraus formulierte die Vierergruppe eine Beschlussvorlage für den Gemeinderat, die den Verkauf aller gemeindeeigenen Wohnhäuser einfordert. Die erzielten Erlöse, so der Vorschlag, sollen für die Schuldentilgung verwendet werden. Die inzwischen verstrichene Zeit belegt, dass das Thema im Rathaus zunächst auf die lange Bank und dann zwischen Gemeinderat und Technischem Ausschuss hin und her geschoben wurde. Vor allem vom Zwölfeckhaus, zu DDR-Zeit ein Vorzeigeprojekt, wollte sich ein Teil der Gemeinderäte nicht trennen. Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) sträubte sich bis zuletzt gegen den totalen Ausverkauf, musste aber bei der Abstimmung eine 9:2-Schlappe einstecken.

Für den Schlussverkauf gibt es allerdings noch keinen exakten Termin. Wie die scheidende Kämmerin Manuela Bräunig erläuterte, müssen vor einer öffentlichen Ausschreibung zunächst Wertgutachten erstellt werden. Die derzeitigen internen Organisationsprobleme der Gemeindeverwaltung plus der Weggang der Kämmerin lassen diesbezüglich eher einen schleppenden Verlauf erwarten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.04.2015

Werner Peters

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