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Geld von ganz oben: 318 Millionen Euro EU-Mittel für Landkreis Meißen

Geld von ganz oben: 318 Millionen Euro EU-Mittel für Landkreis Meißen

Was eint Bauprojekte wie die Niederwarthaer Elbebrücke, die Ortsumgehung S81 und die Kurfürst-Moritz-Schule in Boxdorf? Sie alle konnten nur mit Hilfe von EU-Geldern realisiert werden.

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30 Millionen Euro flossen von der EU in den Bau der Niederwarthaer Brücke.

Quelle: Martin Förster

Jedes Jahr kommen Millionen Euro an EU-Fördermitteln dem Landkreis Meißen zugute. Die DNN haben sich die Finanzströme von ganz oben etwas genauer angesehen.

Welche EU-Fördertöpfe sind für unsere Region besonders wichtig?

Das sind zum einen der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und zum anderen der Euro-päische Sozial-fonds (ESF). Ganz Deutschland erhält aus beiden Töpfen in der aktuellen Förderperiode 2007 bis 2013 insgesamt 26,3 Milliarden Euro. Davon gingen 158 Millionen Euro in den Meißner Landkreis. Seit dem Jahr 2000 sind nach Angaben des Sächsischen Wirtschaftsministeriums insgesamt 318 Millionen Euro aus den beiden Strukturfonds EFRE und dem ESF in Projekte des Landkreises geflossen.

Was bedeutet das anhand konkreter Beispiele?

Ohne die EFRE-Förderung würden kostenintensive Bauvorhaben wahrscheinlich heute noch in den Sternen stehen. So flossen in den Neubau der S81, der Ortsumgehung für Reichenberg-Boxdorf und Friedewald (Bauzeit 2004-2006), 13,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung - bei Gesamtkosten von 18,6 Millionen Euro. Für das 40 Millionen Euro teurer Brückenbauwerk Niederwartha (Bauzeit 2006-2011) kamen 30 Millionen von der Europäischen Union. Und für die Kurfürst-Moritz-Schule (Bauzeit 2010-2012) mit Baukosten von acht Millionen Euro steuerten Land und EU Fördermittel in Höhe von sechs Millionen Euro bei.

Seit wann gibt es Gelder von der EU?

EU-Gelder stehen dem Freistaat schon seit 1991 jeweils in einem siebenjährigen Förderzeitraum zur Verfügung. Genaue Daten für Meißen liegen jedoch erst seit 2000 vor. Hier machen die Fördermittel für regionale Entwicklung (EFRE) den weitaus größten Anteil aus. Von 2000 bis 2006 konnte der Landkreis zirka 129 Millionen Euro abrufen, von 2007 bis 2013 sind es etwa 123 Millionen Euro.

Wofür ist der Sozialfonds gedacht?

Die Mittel aus dem Sozialfonds nehmen sich mit insgesamt 66 Millionen Euro für den Landkreis (seit 2000) dagegen bescheiden aus. Allerdings sind sie auch nicht für die Realisierung von Großprojekten gedacht, sondern haben eher die Wirkung einer Initialzündung. "Über den ESF wurden seit 2000 mehr als 6400 einzelne Projekte gefördert. Diese Förderung wirkt mehr in der Fläche", erklärt Sabine Penkawa, Referentin im Wirtschaftsministerium.

Wie haben Städte im Einzelnen profitiert?

Radebeul hat zum Beispiel seit dem Jahr 2000 fast 43,5 Millionen Euro EU-Gelder verwenden können. Der größte Batzen von 28,5 Millionen Euro wurde zwischen 2000 und 2006 verbaut. Die Stadt Meißen hat seit der Datenerfassung bis heute 37,8 Millionen Euro bezogen, Coswig dagegen "nur" 11,7 Millionen Euro.

Was waren die bedeutendsten Projekte?

Für die Stadt Meißen waren der Erweiterungsneubau des Gymnasiums Franziskaneum und der Bau des Berufsschulzentrums zwei Meilensteine der Stadtentwicklung. Für Coswig und Radebeul spielte der Bau der Niederwarthaer Brücke eine entscheidende Rolle für eine bessere Anbindung an die Autobahn A4. Auch einige Straßen würde es ohne die EU-Förderung heute so nicht geben. Dazu zählen beispielsweise die neue Staatsstraße S81, der Ausbau der S85 südlich von Lommatzsch, der Ausbau der S90 östlich von Frauenhain sowie die Umgehungsstraße am Auer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2013

Madeleine Arndt

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