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Gekommen um zu wachsen - Gesellschaft für Statistik neu im Pharmapark Radebeul

Gekommen um zu wachsen - Gesellschaft für Statistik neu im Pharmapark Radebeul

Die Daten von 20 Millionen Patienten schlummern seit wenigen Wochen in einem modernen, aber unscheinbaren Neubau im Radebeuler Pharmapark.

Radebeul.

Den hat die Gesellschaft für Statistik (GFS) für rund vier Millionen Euro errichtet. Sie ist mit ihrem Hauptsitz von Dresden-Weißig an die Meißner Straße nach Radebeul gezogen. 90 Mitarbeiter sind nun dort damit beschäftigt, für große gesetzliche und private Krankenkassen sowie andere Akteure im Gesundheitssektor Rechnungen zu prüfen und Zahlungsprozesse abzuwickeln, wie es Prokurist Frank Böhme beschreibt.

Täglich haben seine Mitarbeiter Umgang mit heiklen Daten, weshalb die Sicherheit im Gebäude groß geschrieben wird. Überall trifft man auf Überwachungstechnik, die Alarmanlagen entsprechen dem neuesten Stand. Zudem sind die Betriebssysteme oft Eigenkreationen der firmeneigenen IT-Abteilung. Die einzelnen Bereiche sind außerdem durch verschiedene Zugangsberechtigungen so gegeneinander abgeschottet, dass Mitarbeiter nur in die Abteilungen gelangen, in denen sie auch tatsächlich zu tun haben. Das ist für die GFS letztlich eine Notwendigkeit, die aber nicht unbedingt für ein gutes Betriebsklima am neuen Standort sorgt.

Deshalb habe man im Erdgeschoss großzügige Bereiche geschaffen, in denen sich die Mitarbeiter begegnen können und sollen, wie Diana Böhme sagt. Sie hat die Bauarbeiten für die GFS als Bauherrenvertreterin koordiniert und dafür gesorgt, dass alles im neuen Stammsitz genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt ist. Wie eben die Caféteria im Erdgeschoss, die bei schönem Wetter zu einer Terrasse hin geöffnet werden kann. Oder der benachbarte Fitnessbereich, in dem Mitarbeiter sich nach der Arbeitszeit auspowern können. Besonders attraktiv dort: die Duschen. Die werden auch von so manchem genutzt, der mit dem Rad auf Arbeit kommt, wie Frank Böhme sagt. Er hat am neuen Standort viel vor. Eine etwa 400 Quadratmeter große Fläche im Obergeschoss hat GFS bewusst im Rohbauzustand gelassen. Sie soll später für Erweiterungen dienen, die nach Meinung der Geschäftsführung in den nächsten Jahren sicher nötig werden. "Wir können aber noch nicht sagen, was genau wir benötigen, deswegen haben wir uns baulich alles offen gelassen", erläutert Diana Böhme. Außerdem ist das Gebäude so konzipiert, dass es sich durch einen Anbau erweitern lässt. Das Unternehmen hat also keinen Zweifel, dass es in einem boomenden Geschäftsfeld unterwegs ist.

Dabei lässt sich die Arbeitsweise im groben relativ einfach beschreiben. Jedes Rezept, das ein Apotheker entgegen nimmt, landet in großen Rechenzentren, wo es entsprechend der jeweiligen Krankenkasse sortiert wird. Ist diese Kasse ein Kunde von GFS, landet das Rezeptbündel irgendwann in Radebeul, wo es eingelesen und an einen sicheren Lagerort gebracht wird. Anschließend überprüfen die Mitarbeiter Rezepte und Rechnungen, auch für solche Arzneien, die der Apotheker selbst zusammengemischt und deshalb mit einem selbst kalkulierten Preis versehen hat. Dazu gehört auch viel Fachwissen, weshalb das Unternehmen Pharmazeutisch-technische Assistenten beschäftigt. Stimmt etwas nicht, nimmt GFS den Kontakt mit dem jeweiligen Apotheker auf.

5000 bis 7000 solcher Schreiben gehen im Monat raus. Ist alles in Ordnung, signalisiert das Unternehmen der Krankenkasse, dass sie zahlen kann oder übernimmt die Zahlung von einem Treuhandkonto aus gleich selbst - je nach Vereinbarung. Bis es so weit ist, sind allerdings viele Details zu beachten, was die Sache kompliziert macht. Entsprechend denken auch andere darüber nach, solche Prozesse auszulagern, wie Frank Böhme sagt. Gemeint sind Arzneimittelhersteller oder Kliniken - ein Wachstumsmarkt für die GFS.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.09.2014

Uwe Hofmann

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