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Gebürtige Münchnerin eröffnet neue Uhrenmanufaktur direkt an der Müglitz

Gebürtige Münchnerin eröffnet neue Uhrenmanufaktur direkt an der Müglitz

Im Rahmen eines mehrtägigen Festaktes eröffnet diese Woche die Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann an der Uferstraße. Mit der direkt an der Müglitz gelegenen Manufaktur erfüllt sich Geschäftsführerin Christine Hutter einen Lebenstraum.

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Christine Hutter ist die erste Frau an der Spitze einer deutschen Uhrenmanufaktur.

Quelle: Andor Schlegel

Glashütte. Seit 1996 arbeitete die gebürtige Münchnerin bei Glashütte Original und später bei A. Lange & Söhne. Im Laufe ihres Berufslebens stieß sie auf den Namen Moritz Grossmann, der unter anderem die deutsche Uhrmacherschule in Glashütte gründete. "Dieser Name elektrisierte mich", erklärt die 49-Jährige. Vor fünf Jahren sicherte sich ihre Familie die Rechte an dem Namen. Am 11. November des gleichen Jahres meldete Hutter schließlich die Grossmann Uhren GmbH im Amtsgericht Dresden an. "In diesem Moment begann ich offiziell das Erbe von Moritz Grossmann anzutreten", sagte die Münchnerin bei der gestrigen Eröffnung.

Zunächst startete sie mit einem kleinen Team in gemieteten Räumen an der Hauptstraße. "Ich hatte ein Telefon, einen Drucker und ein Faxgerät. Aber es war ein Anfang", erklärte Hutter lächelnd. Nur ein Jahr später erwarb das junge Unternehmen das 3000 Quadratmeter große Grundstück an der Uferstraße. "In einem intern ausgeschriebenen Wettbewerb suchten wir nach einem passenden Architekten. Fünf Büros haben sich an der Ausschreibung beteiligt, wir haben uns einstimmig für Rüdiger Flender aus Potsdam entschieden", erklärte die Geschäftsführerin. Flender hatte ein einzigartiges Konzept vorgelegt, welches nicht nur an ein Schiff, sondern im Aufbau auch an eine Armbanduhr erinnert - also optimal für eine Uhrenmanufaktur. Im Herbst 2010 haben die Bauarbeiten begonnen, zu Beginn des vergangenen Jahres bezog Christine Hutter mit ihrem damals 24-köpfigen Team einen vorab fertiggestellten Bereich des Neubaus.

Mittlerweile ist aber die neueste Uhrenmanufaktur in Glashütte fertig. 41 Mitarbeiter haben hier im Verwaltungsbereich, in den Ateliers für Entwurf und Konstruktion sowie in den Werkstätten für Fertigung, Finish und Montage einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Im Laufe der kommenden Jahre soll die Belegschaft auf 70 Angestellte aufgestockt werden. "Damit wird ein wichtiger Beitrag für die Zukunft des Freistaates Sachsen geleistet. Bei Moritz Grossmann werden Produkte hergestellt, die weltweit Anerkennung genießen werden", erklärte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) bei der Eröffnungsfeier. "Außerdem freue ich mich, dass nun eine Frau in der Männerdomäne der Uhrenmacher mitspielt", fügte Tillich hinzu. Dennoch will Christine Hutter eine kleine Manufaktur betreiben. "Mehr als 1000 Uhren im Jahr wollen wir nicht produzieren, diese müssen aber sehr hochwertig sein, schließlich haben wir einen großen Namen zu verteidigen", so die Geschäftsführerin.

Neben der Eröffnung der neuen Manufaktur hatte Christine Hutter noch eine weitere Überraschung parat: Sie präsentierte gestern offiziell zwei neue Kreationen aus dem Hause Grossmann, zum einem die BENU Gangreserve - die Fortsetzung der Modelllinie BENU - und eine neue Uhrenlinie, die Atum. Der Preis liegt je nach Ausführung zwischen 24 000 Euro und 37 000 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.06.2013

Nadine Steinmann

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