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Galerie Klinger in Radeberg zeigt Werke von sieben Künstlern

Galerie Klinger in Radeberg zeigt Werke von sieben Künstlern

Einige der sieben Namen kennt man schon von anderen Dresdner Ausstellungen: Helmut Bruch, Gerhard Frömel und Josef Linschinger - drei Österreicher - wurden 2011 in der ALTANA-Galerie der TU-Sammlungen KUNST + TECHNIK vorgestellt.

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Josef Linschinger: A + U. Inkjetprint auf Leinwand, 2011. Repro: Galerie

Anlass war das 100. Jubiläum Konstruktiver Kunst. Diese Ausstellung erinnerte zugleich an das Wirken der am 19. Mai 2010 verstorbenen Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Reinhild Tetzlaff. Sie hatte über Jahre dem derzeit wohl etwas "schlingernden" Ausstellungsbetrieb im Görgesbau der Technischen Universität Dresden zu seinem guten Ruf als Ort, besonders für die einer Universität wie der Dresdner doch recht nahen konstruktiv-konkreten Kunst und verwandten Ausdrucksformen, verholfen. An ihre Arbeit erinnern verbliebene Werke wie Helmut Bruchs (geb. 1936 in Hall Tirol) aus orangem, floureszierendem Acrylglas gearbeitete konstruktive Kompositionen, ohne die man sich den Görgesbau schwerlich vorstellen kann.

Auch in der Galerie Klinger leuchten dem Besucher solche in ihrer Wirkung faszinierenden Tafeln (alle von 2012) entgegen. Ebenso haben Gergard Frömels (geb. 1941 in Grieskirchen) Werke einen wunderbaren Wiedererkennungseffekt. Seine schwarz-weißen Aluminiumarbeiten irritieren zunächst jeden Betrachter. Von fern glaubt man sich von Diagonalen und dunklen Keilen durchzogenen Bildtafeln gegenüber. Doch Irrtum! Es handelt sich um konstruktive Einzelformen, die in unterschiedlicher Weise von der Wand Abstand halten, so dass im Zusammenhang mit dem Schattenwurf die beschriebene Gesamtbildwirkung entsteht, hier etwa einer "Linearen Winkelbildung" (2011). Josef Linschinger wiederum (geb. 1945 in Gmunden) lässt farbkräftige Kombinationen aus Buchstaben respektive Worten entstehen, in der Galerie als Injektprints auf Leinwand (2011).

Die weiteren Beteiligten - alle sieben weit gereiste und bekannte Künstlerpersönlichkeiten - der kleinen, sehr schön in die modernen Galerieräume passenden Schau sind mit Otto Reitsperger (geb. 1955 in Salzburg) und Franz Türtscher (geb. 1953 in Dornbirn) zwei weitere Österreicher, der Ungar István Haász (1946 in Gönc) sowie der aus der Lausitz gebürtige Reinhard Roy, der 1948 in Klitten das Licht der Welt erblickte und 1969-1974 in Halle/Burg Giebichenstein studierte. Neben längerer Arbeit in Bereichen der Formgestaltung entwickelte Roy sein Bildinstrumentarium, das etwa seit 1986 vom Raster bestimmt wird. Seine von jeweils einer Farbe bestimmten Bilder zeigen in einem Bereich, etwa einer Hälfte der Bildfläche, ein aus regelmäßig gesetzten, dunkel-kontrastierenden Punkten bestehendes Raster, das, aus der Ferne betrachtet, diesem Teil des Bildes jeweils eine andere Farbe zu geben scheint beziehungsweise dem Gesamtbild einen changierenden Charakter. Otto Reitsperger seinerseits zeigt Leinwandbilder, wo sich geometrische Formen Schwarz auf Weiß oder Weiß auf Schwarz überlagern. Franz Türtzscher wiederum schafft "Linien-Allianzen" (alle 2012), die an stählerne Brückenkonstruktionen oder Ähnliches erinnern. István Haász' Bilder, besser Bildobjekte, künden von einiger Raffinesse. Es handelt sich um monochrome Farbflächen - hier ist es Hellgelb. Darin fallen dem Betrachter Schattierungen ins Auge. Aus der Nähe betrachtet, erkennt man, dass diese durch einen collageartigen "Unterbau" der Bildfläche in Form von geometrischen Figuren entstehen. Das Resultat ist eine Art Relief.

Mit diesen Positionen vermittelt die Ausstellung in der Galerie Klinger einen der nicht so häufigen Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten aktueller konstruktiv-konkreter Ausdrucksformen. Über den deutschen Rahmen hinausgehend werden Künstler vorgestellt, deren Arbeiten man in Dresden eher selten sieht, besonders seitdem sie auch in der ALTANA-Galerie nicht mehr kontinuierlich präsentiert werden. Und lang ist es her, dass mit der Galerie Teufel-Holze vor Ort der Versuch unternommen wurde, dieser Kunstrichtung ein kontinuierliches Forum zu bieten.

Lisa Werner-Art

bis 27. Oktober, geöffnet Mi-Fr 14-18, Sa 10-14 Uhr

Schönborner Str. 12, Radeberg (OT Liegau-Augustusbad)

www.galerieklinger.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.10.2012

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