Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / -2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Für die Jugendarbeit der Stadt Pirna spielt das „alte Hanno“ keine Rolle mehr

Ungewisse Zukunft Für die Jugendarbeit der Stadt Pirna spielt das „alte Hanno“ keine Rolle mehr

Vor über zwei Jahren ist der Jugendtreff Hanno aus dem Jugend-, Kultur- und Vereinshaus an der Hohen Straße in Pirna ausgezogen. Was aus dem Gebäude in Zukunft wird, fragen sich Einwohner der Stadt.

Seit über zwei Jahren dient das „alte Hanno“ nicht mehr als Jugendtreff.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Für Konzerte, Discos und Partys war das Jugend-, Kultur- und Vereinshaus Hanno in Pirna einmal eine feste Adresse. Die Betonung liegt auf „war“. Denn seit etlichen Jahren finden keine Veranstaltungen mehr im Saal an der Hohen Straße statt. Auch der Jugendtreff ist ausgezogen. Seit nunmehr schon über zwei Jahren hat er sein Domizil im Zollhof in der Altstadt. „Was wird aus dem Hanno?“, wollte André Kurth in der Einwohnerfragestunde auf der jüngsten Stadtratssitzung von OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) wissen, nachdem das Stadtoberhaupt das Volkshaus als künftige Kultur- und Veranstaltungsstätte ins Gespräch gebracht hatte.

Hanke versicherte zunächst einmal, dass der Saal des Hannos nicht Bestandteil des Bebauungsplans für ein Wohngebiet ist. Die Stadt befindet sich derzeit in einem B-Planverfahren für das Nachbarareal des Hannos. Die Fläche, die mit einer nicht mehr benötigten Umspannstation und einem Garagenhof bebaut ist, möchte die Stadtentwicklungsgesellschaft zu einem kleinen Wohngebiet mit circa fünf Einfamilienhäusern entwickeln.

Eine Wiederbelebung des Saals als Veranstaltungsort für Konzerte, Discos und Partys wird mit Wohnhäusern in unmittelbarer Nachbarschaft schwierig. Das Thema Schallschutz stellt schon jetzt ein Problem dar. Und aus bauordnungsrechtlichen Gründen ist der Saal schon jetzt nicht mehr nutzbar. So erfüllt er nicht die Brandschutzauflagen der heutigen Zeit. Zu den Problemen des Stadtortes zählen auch eine schlechte Zu- und Abfahrt sowie fehlende Parkplätze. Außerdem sei ein Sanierungsstau am und im Gebäude aufgelaufen, listete Steffen Köhler, Fachgruppenleiter Schule und Soziales im Pirnaer Rathaus, auf, als er die aktualisierte Konzeption zur Kinder-, Jugend- und Familienarbeit vorstellte. In den Plänen des städtischen Jugendamtes spielt das „alte Hanno“ künftig keine Rolle. Die Verantwortlichen für Jugendarbeit der Stadtverwaltung Pirna empfehlen, dass die Kosten für das Objekt nicht mehr aus der Jugendförderung der Stadt getragen werden. Die Mittel sollen dafür in flexible Jugendräume fließen.

Eine Rückkehr des Jugendtreffs an die Hohe Straße steht auch nicht zur Debatte. „Wir sollten die Jugendarbeit im Herzen der Stadt lassen“, meinte Köhler. Denn der Treff wird seit seinem Umzug in den Zollhof von den Jugendlichen reger genutzt. „Täglich kommen zwischen 20 und 40 Jugendliche dorthin“, informierte Köhler. Und OB Hanke ergänzte: „Ein zentraler Platz in der Altstadt ist ihnen lieber.“ Deshalb wolle die Stadt keine Investitionen „ins Blaue hinein“ am Standort Hohe Straße tätigen und Angebote für junge Leute schaffen, die nicht ihren heutigen Bedürfnissen entsprechen und ungenutzt bleiben.

Die Frage von André Kurth, was aus dem Hanno wird, bleibt damit vorerst offen. Wie Steffen Köhler aber im Zusammenhang mit der Konzeption der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit ankündigte, werden die Verwaltung und der Stadtrat im Laufe des kommenden Jahres eine Entscheidung zur Zukunft des Gebäudes treffen.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

17.11.2017 - 19:37 Uhr

Die neue Dresdner Hallenmeisterschaften dauern bis zum 10. Februar. Dann soll der neue Champion ermittelt sein.

mehr