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Frost trifft Winzer mitten in der Lese - kaum Schäden

Sächsischer Wein Frost trifft Winzer mitten in der Lese - kaum Schäden

Der Frost in den vergangenen Nächten hat Sachsens Winzer mitten in der Weinlese getroffen. „Manche Flächen sind betroffen, die Blätter beschädigt“, sagte der Vorsitzende des Weinbauverbandes Sachsen, Christoph Reiner.

Meißen. Der Frost in den vergangenen Nächten hat Sachsens Winzer mitten in der Weinlese erwischt. „Manche Flächen sind betroffen, die Blätter beschädigt“, sagte der Vorsitzende des Weinbauverbandes Sachsen, Christoph Reiner, am Montag. Bis zu minus 2,5 Grad habe das Thermometer in manchen Lagen angezeigt. Den Trauben hätten die Temperaturen zwar wenig ausgemacht, allerdings sei nun nicht mehr mit einer weiteren Reife zu rechnen. Der Zuckergehalt in den Trauben - das sogenannte Mostgewicht - werde durch die kalten Temperaturen nicht mehr weiter steigen. „Nun heißt es ernten und mit dem zufrieden sein, was wir haben“, so Reiner.

Die vorläufige Erntebilanz sieht laut Weinbauverband gut aus. Reiner hoffte für das sächsische Anbaugebiet auf einen durchschnittlichen Ertrag von etwa 50 Hektoliter pro Hektar. Im Schnitt lag die Ausbeute in den vergangenen zehn Jahren bei etwa 43 Hektoliter. Von Winzer zu Winzer sei die Lage aber verschieden. Während auf dem Weingut Schloss Proschwitz die Ernte überdurchschnittlich ausfalle, müsse die Winzergenossenschaft Meissen dagegen größere Ausfälle durch Hagelschäden hinnehmen.

Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth zeigte sich bisher zufrieden mit dem Ertrag. Der Frost habe lediglich die Blätter, nicht aber die Trauben geschädigt, erklärte ein Sprecher. Mehr als die Hälfte der Trauben seien bereits gelesen, bis spätestens Ende Oktober soll die Lese dann beendet sein. Gerade in Steillagen - wie etwa im Radebeuler „Paradies“ müssten die Trauben per Hand gepflückt werden.

„Manche Lese hätten wir gern noch ein wenig weiter hinausgezögert“, sagte Verbandsvorsitzender Reiner. Aber da es in den nächsten Tagen auch noch nass werden soll, sei es gut, die Trauben rechtzeitig in den Keller zu holen. Voraussichtlich im Dezember werden die frühen Sorten wie Goldriesling und Müller-Thurgau bereits mit dem neuen Weinjahrgang 2015 abgefüllt.

dpa

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