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Friedrichs Goldfuhre: Duo aus Pirna und Dresden wird in La Plagne Europameister im Zweierbob

Friedrichs Goldfuhre: Duo aus Pirna und Dresden wird in La Plagne Europameister im Zweierbob

Der Pirnaer Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich hat sich im französischen La Plagne jetzt seinen ersten Europameister-Titel erkämpft. Als bester deutscher Pilot sicherte er sich zudem gestern im Vierer die Bronzemedaille und beweist vier Wochen vor der Heim-WM in Winterberg, dass es bei ihm weiter aufwärts geht.

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Die Europameister Francesco Friedrich (rechts) und Martin Grothkopp (links) strahlen mit ihren Medaillen um die Wette.

Quelle: imago sportfotodienst

Am Sonnabend glänzte der 24-Jährige gemeinsam mit seinem Dresdner Anschieber Martin Grothkopp im kleinen Schlitten und gewann den gleichzeitig als Weltcup ausgetragenen Titelkampf vor seinem Dauerkonkurrenten Oskars Melbardis (Lettland) und dem Schweizer Rico Peter. Damit sicherte sich Friedrich seinen zweiten Weltcup-Erfolg in diesem Winter und meinte anschließend glücklich: "Das ist ein richtig gutes Zeichen in Richtung WM. Wir haben gesehen, dass das Material gut läuft, nur mit dem Start war ich noch nicht zufrieden", merkte der ehrgeizige Pilot dennoch kritisch an. Mit dem Riesaer EM-Debütanten Nico Walther, der mit Marco Hübenbecker Platz sieben im Weltcup und Rang sechs in der EM-Wertung belegte, erreichte auch der zweite Sachse ein starkes Ergebnis im Zweier.

Beim gestrigen Vierer-Wettbewerb hatte die Crew von Francesco Friedrich im ersten Lauf Pech. Beim Einsteigen knickte der Bügel bei Martin Grothkopp weg und der ehemalige 400-Meter-Läufer kam nur mit Mühe in den Bob. Damit verlor der Vierer, in dem außerdem Candy Bauer und Thorsten Margis saßen, wertvolle Zeit. Doch mit einem furiosen zweiten Lauf, in dem Friedrich Bestzeit hinlegte, raste das Team noch vom fünften auf den dritten Rang.

Überlegener Sieger wurde Oskars Melbardis vor dem Russen Alexander Kasjanow. Nico Walther fuhr mit seinen Bremsern Marco Hübenbecker, Andreas Bredau und Christian Poser auf einen hervorragenden vierten Rang und ließ damit Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt, der mit schwachen Startzeiten nur Rang fünf belegte, hinter sich.

Co-Bundestrainer Gerd Leopold zeigte sich nach dem Wochenende gerade aus sächsischer Sicht sehr zufrieden: "Francesco Friedrich hat fahrerisch wieder mehr Stabilität gewonnen, was auch mit einer gewissen Sicherheit im Materialbereich zu tun hat. Im Vierer müssen wir anerkennen, dass es auch ohne den Patzer beim Einstieg nicht zum ersten oder zweiten Platz gereicht hätte. Da fehlt es derzeit noch etwas an der Startleistung, daran müssen wir bis zur WM noch arbeiten. Das gilt auch für Nico Walther, der aber fahrerisch erneut überzeugt hat." Besonders freute sich Leopold über die beiden Ex-Leichtathleten Martin Grothkopp und Candy Bauer, die sich sehr schnell integriert haben. "Da geht auch ein Dank an die Leichtathletik-Trainer", so Leopold.

Stark mit einem Dreifacherfolg in der EM-Wertung, aber schwach im Weltcup präsentierten sich die deutschen Frauen. Anja Schneiderheinze holte ihren ersten EM-Titel. Die 36-Jährige aus Erfurt hatte sich mit Anschieberin Franziska Bertels am Freitag in der EM- Wertung knapp vor der Oberbärenburgerin Cathleen Martini und ihrer Bremserin Stephanie Schneider durchgesetzt. Den deutschen EM-Triumph perfekt machten Stefanie Szczurek/Erline Nolte als Dritte. In der Weltcup-Wertung landeten die deutschen Frauen-Bobs hingegen nur auf den Plätzen fünf, sechs und sieben.

Cheftrainer Langen haderte vor allem mit den Endgeschwindigkeiten in der Bahn. "Sie sind mir unerklärlich. Im oberen, langsamen Bereich sind wir sehr gut, auch am Start können wir mithalten. Aber wenn die Bahn rauer wird, verlieren wir", sagte er. Gerd Leopold meinte dazu gestern: "Wir haben gesehen, dass wir auf so einer Piste wie in La Plagne Materialnachteile bei den Frauen haben. Daran müssen wir jetzt arbeiten."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.02.2015

Astrid Hofmann

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