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Friedrich kann heute nur im Spurbob fahren

Friedrich kann heute nur im Spurbob fahren

Die Oberbärenburger Bob-Piloten Francesco Friedrich und Nico Walther schauten sich gestern fasziniert die historischen Autos im Dresdner Verkehrsmuseum an. Viel Zeit, sich mit den altehrwürdigen Gefährten zu beschäftigen, blieb allerdings nicht.

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Nico Walther (l.) und Francesco Friedrich posieren im Verkehrsmuseum vor einem alten BMW. Das Unternehmen sponsert die Fahrer.

Quelle: Astrid Hofmann

Dresden. Die Oberbärenburger Bob-Piloten Francesco Friedrich und Nico Walther schauten sich gestern fasziniert die historischen Autos im Dresdner Verkehrsmuseum an. Viel Zeit, sich mit den altehrwürdigen Gefährten zu beschäftigen, blieb allerdings nicht, denn beim Fotoshooting war die ganze Aufmerksamkeit der beiden Sachsen gefordert. Anschließend standen sie gemeinsam mit Bundestrainer Christoph Langen, Heimtrainer Gerd Leopold sowie dem Leistungssportbeauftragten des Bob- und Schlittenverbandes (BSD), Alexander Resch, der Presse Rede und Antwort.

Der ehemalige Rodel-Olympiasieger Resch war für die positive Nachricht zuständig: "Nachdem es marketingtechnisch nach dem Ausstieg unseres Ausrüsters ein schweres Jahr war, haben wir mit einem japanischen Unternehmen jetzt sehr guten Ersatz gefunden und mit der Firma Buchbinder einen neuen Premiumpartner. Deshalb sind Bob- und Skeletonsportler sehr gut aufgestellt." Für die Negativ-Nachricht sorgte dann leider Zweier-Weltmeister Friedrich. Wenn heute und morgen in Altenberg die deutschen Meister im Bobsport gekürt werden, wollte der 25-Jährige mindestens einmal ganz oben auf dem Podest stehen. Doch daraus wird nichts. Zwar fühlt sich der Pilot absolut fit, ihm sind jedoch die Anschieber "abhanden" gekommen. Nach dem bitteren Aus für Martin Grothkopp (mehrfacher Bänderriss/DNN berichtete) erwischte es nun auch noch Candy Bauer, der sich eine Verletzung im Beuger zuzog und mindestens zwei Wochen pausieren muss. Weil sich dazu auch noch Torsten Margis mit leichten Rückenproblemen plagt und bei Jannis Bäcker die Wade zwickt, macht ein Start keinen Sinn. "Ich werde an beiden Tagen mit Philipp Wobeto aus dem Team von Nico Walther Spurschlitten fahren, dabei Material testen", erläutert Friedrich den Notfallplan.

Sein Heimtrainer Leopold gibt zu: "Das ist nicht das, was wir bei einem Heimrennen wollten. Aber jetzt liegt der Fokus darauf, die Sportler wieder gesund zu bekommen." Schließlich steigt schon eine Woche später an gleicher Stelle der erste Weltcup der Saison. Da wird der Weltmeister Hilfe von seinem Oberhofer Konkurrenten Maximilian Arndt bekommen, der einen seiner überzähligen Anschieber an Friedrich ausleiht. Bundestrainer Langen sieht darin eine neue Qualität im deutschen Team: "Man erkennt daran, dass wir eine richtige Mannschaft geworden sind. Die beiden haben das untereinander ausgemacht, ohne dass einer von uns Trainern eingegriffen hätte. Auf der Bahn wird natürlich dann wieder hart gegeneinander gekämpft." Wie gut diese Zusammenarbeit auch unter den beiden sächsischen Piloten funktioniert, bestätigt Gerd Leopold: "Francesco und Nico geben sich beide Impulse, nehmen gegenseitig Bahnkorrekturen vor und pushen sich, obwohl sie in einer extremen Konkurrenzsituation sind."

So will heute Walther im Zweier in die Bresche springen. "Der Maßstab für uns ist die Weltspitze. Schon eine Woche später werden wir beim Weltcup sehen, wo wir stehen", betont der 25-Jährige, der heute mit Christian Poser antritt. Langen, der mit einem Rennen in Winterberg und den Titelkämpfen in Altenberg diesmal nur zwei Selektionen angesetzt hat, wird nach den Titelkämpfen im Kohlgrund sein Weltcup-Team nominieren. Ob er die Kapazität ausschöpft, lässt er offen. Es hängt auch davon ab, wie sich zum Beispiel bei den Frauen hinter der erfahrenen Anja Schneiderheinze (Erfurt) die zahlreichen Nachwuchs-Pilotinnen präsentieren. Fortschritte sieht der Bundestrainer bei der Entwicklung des Nachwuchses auf jeden Fall: "Wir haben jetzt ein gutes Konzept, Talente zu finden und voranzubringen. Das zeigt die Starterzahl in Altenberg, wo neun Frauen-Bobs und damit so viele wie lange nicht, an den Start gehen werden."

Zeitplan Deutsche Meisterschaften: Heute, 9 Uhr: Zweierbob Herren (2 Läufe), morgen, 9 Uhr: Damenbob, Viererbob Herren (je 2 Läufe)

Astrid Hofmann

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