Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Friedenskirche setzt Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Radebeul Friedenskirche setzt Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Mit einem an der Friedenskirche angebrachten Transparent will die Friedenskirchgemeinde Stellung in der Flüchtlingsdebatte beziehen: Das Bibelzitat „Christus spricht: Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“ ist dort zu lesen.

Radebeul. Mit einem an der Fassade der Friedenskirche angebrachten Transparent will die Friedenskirchgemeinde Stellung in der Flüchtlingsdebatte beziehen. Das Bibelzitat „Christus spricht: Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“ ist dort zu lesen – was Tausenden Besuchern des Herbst- und Weinfestes in Altkötzschenbroda ins Auge fallen dürfte, ist die Kirche und ihr Umfeld doch Teil des Festgeländes. Wer in der Nachfolge Christi leben wolle, der könne gar nicht anders, als Flüchtlingen zu helfen. Das hat die Friedenskirchgemeinde in der Vergangenheit schon bewiesen. So unterstützt sie schon lange das Bündnis Buntes Radebeul, zuletzt mit der erfolgreichen „Aktion 51,13: Wir spenden das Begrüßungsgeld“, bei der etwa 15 000 Euro für die Arbeit mit Flüchtlingen gesammelt wurde. Jetzt hat der Kirchenvorstand beschlossen, die Hälfte der Einnahmen zum Herbst- und Weinfest für ein Projekt der Flüchtlingsarbeit in Radebeul zu verwenden. „Wir denken da nicht an eine eigene Aktion, sondern arbeiten mit dem Bündnis Buntes Radebeul zusammen“, sagt Pfarrerin Pech.

Darüber hinaus sei das Transparent auch als Zeichen an die Flüchtlinge zu verstehen, sagt Pech. Wer in der vergangenen Zeit ans Pfarrhaus geklopft und um Almosen gebeten habe, dem habe man immer etwas geben können. Auch sei es möglich, einen Unterschlupf für ein paar Tage zu organisieren. „Wir müssen aber aufpassen, dass wir unsere Kräfte nicht verausgaben“, sagt Pech. Man wolle schließlich der Fairness halber stets zu Ende bringen, was man begonnen habe. Bisher habe noch keiner der Flüchtlinge, unter denen auch welche christlichen Glaubens sind, in den Gottesdienst gefunden. Es werde Aufgabe der nächsten Wochen sein, alle Neuankömmlinge in der Stadt kennenzulernen, sagt Pech. Bisher arbeitet ein Flüchtling aktiv bei der Ausgabe der Dresdner Tafel mit, die von beiden Radebeuler Kirchgemeinden organisiert wird.

DNN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr