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Freundschaftsangebot aus Polen: Weinböhla und Granowo bewegen sich auf eine Partnerschaft zu

Freundschaftsangebot aus Polen: Weinböhla und Granowo bewegen sich auf eine Partnerschaft zu

"Erfahrungen austauschen", "Freundschaften zwischen den Ländern schließen" und "langfristige Zusammenarbeit" - so lauten die einschlägigen Vokabeln, mit denen der polnische Bürgermeister Zbigniew Kaczmarek seinen Amtskollegen in Weinböhla, Reinhart Franke (CDU), um Zusammenarbeit bittet.

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Gruppenbild mit Volkstanzgruppe: In der Mitte Weinböhlas Bürgermeister Franke (CDU), rechts daneben sein polnischer Amtsbruder Kaczmarek.

Quelle: Gemeinde Weinböhla

Weinböhla. Hintergrund ist, dass sich Schüler aus Granowo, so der Name der etwa 30 Kilometer von Posen entfernten Gemeinde, und Weinböhla seit 2009 im jährlichen Wechsel besuchen. In diesem Jahr sind auf Einladung der Polen erstmals auch Vertreter aus dem Weinböhlaer Rathaus mit den 17 Schülern mitgefahren. Und mit guten Eindrücken zurückgekommen, wie Hauptamtsleiterin Julia Schneider berichtet. Es bahnt sich nach der seit 1991 bestehenden Partnerschaft mit Oftersheim die zweite Gemeindekooperation von Weinböhla an.

"Für uns war die Gastfreundschaft bemerkenswert", sagt Schneider über den Besuch im vier Autostunden entfernten Granowo. "Wir als Deutsche haben da eine Zurückhaltung, die Osteuropäer sind offener und herzlicher." Gezielt habe sich die Weinböhlaer Delegation ein Bild von der Ortschaft gemacht, wobei zunächst vor allem die Unterschiede ins Auge gefallen sind.

So ist die Gemeinde mit etwa 7000 Einwohnern vor allem von der Landwirtschaft geprägt. Weinbau gibt es dort jedoch nicht. Ein wichtiges Zentrum bildet die Schule, die über ein eigenes Budget verfügt und beispielsweise Schulbusse und eine eigene medizinische Versorgungsstation für ihre Schüler vorweisen kann. Der Hauptteil der Gemeindefinanzen gehen nach den Erkenntnissen Schneiders in die Kinderbetreuung und den Betrieb der sehr gepflegten Sportanlagen. Kaum Unterschiede gibt es etwa beim demografischen Wandel, der in Polen wie hierzulande ein Problem darstellt und darin, dass in Granowo wie in Weinböhla mehr und mehr Eigenheime entstehen.

"Wir werden uns erst einmal annähern. Das lassen wir wachsen", sagt Hauptamtsleiterin Schneider. Wichtig sei, das vor allem private Kontakte entstehen, auf die sich so eine Partnerschaft stützen muss. Allerdings wäre auch denkbar, dass sich die Feuerwehren oder die Bauhöfe beider Orte austauschen. Dass die Initiative zunächst vor allem aus Polen kam, tut der Liebe keinen Abbruch. Granowo verfüge zwar über eine Partnergemeinde in der Ukraine, mit der allerdings seit Jahren Funkstille herrscht. Für Schneider ist es auch ein Zeichen funktionierender europäischer Integration, dass sich die Polen nun im Westen nach neuen Partnern umsehen. Dabei können sie in bestimmten Bereichen vom Know-how der Weinböhlaer profitieren. So sei man in Granowo gerade damit beschäftigt, eine zentrale Abwasserversorgung aufzubauen - etwas, womit man hierzulande schon einschlägige Erfahrungen gemacht hat.

Wie es weitergeht, ist offen. Vor einer beurkundeten Partnerschaft redet auf alle Fälle der Gemeinderat noch ein Wörtchen mit. Schneider ist jedoch optimistisch, dass eine Kooperation funktionieren kann. "Wenn die Schüler harmonieren, warum sollten es die Gemeinden dann nicht auch können?", fragt sie.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.06.2014

Uwe Hofmann

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