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Fremdenfeindliche Proteste in Freital gehen weiter: Erneut 60 Asyl-Gegner vor Leonardo-Hotel

Fremdenfeindliche Proteste in Freital gehen weiter: Erneut 60 Asyl-Gegner vor Leonardo-Hotel

Die fremdenfeindlichen Proteste gegen die Asylbewerberunterkunft in Freital gehen in die zweite Woche. Auch am Montagabend versammelten sich rund 60 Personen, darunter zahlreiche organisierte Neonazis, um gegen die Flüchtlingsunterkunft Stellung zu beziehen.

Das Grüppchen stand jedoch knapp 200 Meter von dem Leonardo-Hotel entfernt allein an der Straße: Denn die Unterstützer der Flüchtlinge waren zwar vor Ort, zogen es aber vor, mit den Anwohnern im Hinterhof Fußball, Federball oder Frisbee zu spielen. Die Stimmung dort war fröhlich. Kinder tollten umher, Jugendliche spielten Fußball, andere saßen im Kreis und unterhielten sich über alle Sprachbarrieren hinweg.

Lediglich ein Teil der rund 40 Asyl-Unterstützer behielt unauffällig die Wege zum Hotel im Auge. Denn immer wieder patrouillierten Asylgegner pärchenweise durch die Straßen. In der vergangenen Woche hatte es mehrfach Versuche von Neonazis gegeben, in das Heim zu gelangen.

Zwischen beiden Lagern hatte die Polizei Stellung genommen, hatte an diesem Abend allerdings nicht viel zu tun. Die Beamten waren dabei bestrebt, gar nicht erst den Hauch einer Konfrontation zuzulassen. Als plötzlich fünf Asyl-Helfer in Sichtweite der Gegendemonstranten stehen, sind sofort zwei Beamte da, bitten die fünf, sich zu den anderen hinter das Gebäude zu begeben. Es sei nicht nötig, das Haus zu beschützen, dies sei die Sache der Polizei.

Gegen 22 Uhr löste sich die Veranstaltung der Asyl-Gegner auf. Laut brüllend zogen die Teilnehmer in Richtung Freitaler Zentrum. Den Schein des „besorgten Bürgers“ konnten oder wollten die jungen Männer da nicht mehr wahren. „Frei, sozial und national“ wurde in den Abendhimmel gebrüllt, genauso wie „Nationaler Widerstand“ oder „Nationaler Sozialismus jetzt, jetzt, jetzt“.Was sie hinterließen, waren NPD-Aufkleber und leere Bierflaschen. Von den Helfern der Flüchtlinge vor Ort glaubt jedenfalls keiner, dass sich die Lage schnell beruhigen wird.

DNN

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