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Freitaler Politiker lassen sich von Morddrohungen nicht einschüchtern

„Wir lassen uns keine Angst machen“ Freitaler Politiker lassen sich von Morddrohungen nicht einschüchtern

Die Kreisstadt Freital wurde am Wochenende wiedereinmal ihrem Ruf als Hochburg rechtsextremer Gewalttäter gerecht. Am Montag äußerten sich die Betroffenen der Morddrohungen: Und sie wollen sich nicht einschüchtern lassen.

Quelle: fs

Freital. Die Kreisstadt Freital wurde am Wochenende wieder einmal ihrem Ruf als Hochburg rechtsextremer Gewalttäter gerecht. Das Rathaus, der leerstehenden Real-Markt, die gegenüberliegende Berufsschule an der Burker Straße – in beiden Gebäuden sollen Asylbewerber untergebracht werden – sowie die Stadtverwaltung an der Dresdner Straße 58 wurden mit Naziparolen und Morddrohungen, die gegen den Freitaler Bürgermeister Uwe Rumberg (CDU) und den Stadtrat Michael Richter (Linke) gerichtet waren, beschmiert. Gegen die Stadtverwaltung wurden Farbbeutel geworfen.

Am Montag äußerten sich die Betroffenen: „Ich rufe alle Freitaler Bürgerinnen und Bürger auf, sich für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt einzusetzen“, ließ Bürgermeister Rumberg über seine Pressestelle mitteilen. Die Taten würden mit allen Mitteln des Rechtsstaats verfolgt, teilte er mit.

Das Freitaler Rathaus ist in der Nacht zum Sonnabend mit Farbe beschmutzt worden. An weiteren Gebäuden in der Stadt wurden ausländerfeindliche Parolen und Drohungen gegen Lokalpolitiker geschmiert.

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Richter, der sich derzeit im Urlaub befindet, teilte auf der Facebookseite seines Ortsverbandes mit: „Wir sind gegen jegliche Form von Gewalt. Wir können es auch nicht tolerieren, dass Morddrohungen gegen andere Politiker ausgesprochen werden. Entsprechend zeigen wir uns solidarisch mit dem Oberbürgermeister.“ Der Freitaler Stadtrat, der sich seit Jahren aktiv gegen Rechts engagiert, wurde bereits in der Vergangenheit mehrfach Opfer der Gewalt von Rechts. Ende Juli explodierte in Freital sein Wagen. Im September zündeten Rechte einen Sprengsatz vor dem Büro der Linken in Freital. Die Fensterscheibe und Teile des Inventars gingen zu Bruch.

Verena Meiwald, Abgeordnete der Linken für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Landtag, zeigte sich am Montag gegenüber den DNN schockiert über die Vorfälle und stellte klar, dass sie sich nicht einschüchtern lassen wird: „Morddrohungen gehen gar nicht! Wir haben in den vergangenen Monaten eine unwahrscheinliche Eskalation in Freital erlebt, aber wir lassen uns keine Angst machen und werden unsere politische Arbeit fortsetzen.“

Hauke Heuer

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Aufforderung zu Straftaten
Farbe am Rathaus Freital.

Das Rathaus in Freital, der leerstehende Real-Markt und die gegenüberliegende Berufsschule sind in der Nacht zum Sonnabend von Unbekannten mit Hakenkreuzen  und asylfeindlichen Parolen beschmiert worden. Außerdem werden zwei Politiker bedroht.

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