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Freilichtmalen am Fasanenschlösschen - Meißen ist Gastgeber für erstes Internationales Pleinair in Deutschland

Freilichtmalen am Fasanenschlösschen - Meißen ist Gastgeber für erstes Internationales Pleinair in Deutschland

An ihrem roten Schlapphut erkennt man die Künstlerin Susan Johnston schon von weitem. Sie sitzt entspannt auf dem sattem Grün der Schlossanlage in Moritzburg.

Moritzburg.

Moritzburg . An ihrem roten Schlapphut erkennt man die Künstlerin Susan Johnston schon von weitem. Sie sitzt entspannt auf dem sattem Grün der Schlossanlage in Moritzburg. Über ihr der blaue Himmel, geradeaus ruht das Fasanenschlösschen. Vor langer Zeit lud Kurfürst Friedrich August III. hier zu Jagden ein. Mittlerweile wird das alt-rosafarbene Rokoko-Palais restauriert. Susan Johnston findet das alles sehr interessant. Einst war sie Lehrerin, nun arbeitet sie mit ihrem Mann zusammen an kreativen Ideen. "Ich bin zum ersten Mal hier", sagt die US-Amerikanerin.

Aus dem Bundesstaat Delaware war sie nach Meißen gereist. In die Porzellanstadt kam sie wegen des Internationalen Pleinairs Meissen. Das alljährliche Treffen findet erstmals auch in Deutschland statt. Eine Woche lang gastieren 23 Amateurkünstler aus Großbritannien, Frankreich, USA, Schweiz, Spanien und Deutschland an der Elbe, um im Freien zu malen. Jeden Tag steht ein anderer Ausflug auf dem Programm. Die Künstler waren bereits in Diesbar-Seußlitz, zeichneten in der Meißner Altstadt. Heute wollen sie sich in Radebeul am Ausblick vom Staatsweingut Schloss Wackerbarth ergötzen. Gestern ließen sich die Pleinair-Teilnehmer vom Moritzburger Jagdschlösschen inspirieren von seinem Miniaturhafen und dem Leuchtturm.

So auch Holger Schill. Der Meißner nahm den US-Amerikaner Bob Sako bei sich auf, der über 30 Jahre lang in Ohio Kunstunterricht gab. "Ich wollte ihn hierher begleiten und selbst zum Pinsel greifen", erklärt der Hobbymaler. Während Schill sein erstes Aquarell an diesem Tag fertig gestellt hat, sucht sein Kollege Christoph Trommer noch ein schönes Fleckchen Moritzburg, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Der 59-jährige Porzellanmaler hat das bundesweit erste Pleinair in seine Heimatstadt geholt. Unterstützt wurde der Meißner von Wolfram Leonhardi und vor allem vom Verein Hafenstraße, der in Meißen ein soziokulturelles Zentrum betreibt. Sponsoren gaben Zuschüsse. Landrat Arndt Steinbach (CDU) übernahm die Schirmherrschaft.

Trommer arbeitet in der Manufaktur. In seiner Freizeit malt er und reist. In den vergangenen Jahren nahm er schon drei Mal an den internationalen Treffen teil. So etwa im Vorjahr in den Schweizer Alpen. Auch reiste er nach Frankreich, wo auch das kommende Pleinairs 2013 stattfinden soll. In den beiden Ländern gab es vor etwa 15 Jahren die ersten Treffen dieser Art. Auch dort malten die Gäste den ganzen Tag über, wurden mit Essen versorgt und trafen sich Abends, um zu reden und ihre Bilder zu zeigen.

Das es sie diesmal nach Meißen zieht, sei Zufall, sagt Trommer. "Man hatte das voriges Jahr angeregt, wollte mal woanders hin und ich habe zugesagt", erklärt er. Morgen ab 19 Uhr will er ebenfalls seine Werke vorstellen. Dann werden zum Abschluss die Bilder aller Teilnehmer im Vereinssaal in der Hafenstraße 28 öffentlich ausgestellt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.07.2012

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