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Francesco Friedrich zeigt in Altenberg keine Nerven

Francesco Friedrich zeigt in Altenberg keine Nerven

Zwei aufgebrochene Autos, bei denen Lenkräder, Navigationsgeräte und noch vieles mehr geklaut wird - bei den meisten Besitzern führt das zu Panik. Nicht so bei Bob-Pilot Francesco Friedrich.

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Francesco Friedrich (2. v. r.) und seine Anschieber Jannis Bäcker (r.), Martin Putze (l.) und Thorsten Margis freuen sich über ihren Weltcup-Sieg im Viererbob.

Quelle: Thomas Eisenhuth, dpa

Altenberg. Der 25-jährige zweimalige Weltmeister im Zweier gilt schon immer als ausgesprochen ruhig, abgezockt - eben als "coole Sau". Das hat der für Sachsen Oberbärenburg startende Pirnaer am Wochenende wieder einmal eindrucksvoll bewiesen.

Genau dieses oben beschriebene Szenario erwartete ihn am frühen Sonnabendmorgen vor seiner Haustür in Pirna. Sein Auto und das seiner Frau aufgebrochen und daraus alles entwendet, was abzumontieren ging. "Ich habe meine Mutter angerufen und sie hat mich in den Kohlgrund gefahren", erzählt Friedrich wenige Stunden später mit fröhlichem Lachen ganz abgeklärt und locker. Trotz des morgendlichen Ärgers setzte sich "Franz" dann am Wochenende zweimal ganz professionell an die Lenkseile und landete erstmals in seiner Karriere einen Doppelerfolg.

Während der Triumph im Zweier fast erwartet kam, überraschte der Sachse gestern mit seinem überhaupt ersten Weltcup-Sieg im Vierer die Konkurrenz. Dabei musste er auf seiner Heimbahn beide Male bei heftigem Schneetreiben Rückstände aufholen. So rangierte er im kleinen Schlitten nach dem ersten Lauf noch hinter Weltcup-Gesamtsieger Oskars Melbardis, doch mit Anschieber Thorsten Margis legte er mit der besten Startzeit (5,18) im zweiten Lauf die Grundlage, um den führenden Letten noch abzufangen. Dritter wurde der Südkoreaner Yunjong Won, der Friedrichs Vereinsgefährten Nico Walther noch vom Podest stieß. So belegten Walther und der Oberhofer Maximilian Arndt am Ende gemeinsam Rang vier.

Auch im Vierer war Friedrich nach dem ersten Lauf noch Dritter hinter seinen beiden deutschen Kollegen Walther und Arndt. Doch erneut raste "Franz" mit seinem neuformierten Team Thorsten Margis, Jannis Bäcker und dem von Arndt ausgeliehenen Martin Putze nervenstark auf Platz eins. Vorjahressieger Nico Walther und Weltmeister Maximilian Arndt komplettierten den deutschen Dreifach-Erfolg. "Im ersten Lauf hatte ich an beiden Tagen noch kleine Fehler, aber dann hat vor allem die untere Passage gut geklappt", freute sich Friedrich nach dem perfekten Weltcup-Auftakt.

Trainer Gerd Leopold war rundum zufrieden: "Franz hat nicht nur gezeigt, dass er am Start mit der Weltspitze mithält, sondern er hat diesmal auch die Ruhe und Kraft gefunden, um richtig gut Bob zu fahren. Wir sind im Vierer jetzt da angekommen, wo wir schon länger hinwollten. Auch Nico Walther hat seine Aufgaben gut gelöst, ist jetzt auch im Zweier in Schlagdistanz zur Weltspitze."

AStrid Hofmann

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