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Forschungsplan soll Skalp-Herkunft klären: Museum schweigt sich zu Inhalten des Entwurfs aus

Forschungsplan soll Skalp-Herkunft klären: Museum schweigt sich zu Inhalten des Entwurfs aus

Mit einem "umfangreichen Entwurf zur Erforschung eines Skalps" will das Karl-May-Museum der Herkunft eines seiner umstrittenen Exponate auf den Grund gehen. Der Skalp wird wie bereits von den DNN berichtet von Vertretern der Chippewa-Indianer zurückgefordert, die die menschliche Kopfhaut nach ihren Riten beerdigen wollen.

Ob der zur Sammlung von Museumsgründer Patty Frank gehörende Skalp aber tatsächlich von einem Chippewa stammt, ist umstritten. Der Forschungsplan soll nun festlegen, auf welchem Wege Klarheit geschafft werden kann.

Dabei ist derzeit wenig dazu zu erfahren, wie genau man im Museum vorgehen will. Ob DNS-Analysen eine Rolle spielen werden, so wie von Kustos Hans Gruner noch Mitte August angegeben, will die neue Sprecherin des Museums, Anne Barnitzke, nicht kommentieren. Auch die Dauer des Forschungsvorhabens und mögliche Finanzierungsquellen will sie nicht benennen. Die Zurückhaltung sei geboten, weil es sich um menschliche Überreste handele. Gruner hatte in offener Aussprache Probleme angedeutet, da die nordamerikanischen Ureinwohner DNS-Analysen wenig aufgeschlossen seien und die Erforschung der Skalpe ohne weitere Finanzmittel kaum zu stemmen sei.

Vom Museum erfährt man zum Inhalt des Forschungsplans nur so viel: Man halte sich an "Empfehlungen zum Umgang mit menschlichen Überresten in Museen und Sammlungen" des Deutschen Museumsbundes von 2013, heißt es in einer Mitteilung. Und man fühle sich der UN-Deklaration über die Rechte der indigenen Völker von 2007 verpflichtet. Der Skalp war Teil der Dauerausstellung in der Villa Bärenfett, lagert nun aber im Museumsdepot.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2014

uh

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