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Flutschutzwand über Gräberfeld in Radebeul-Fürstenhain geplant

Flutschutzwand über Gräberfeld in Radebeul-Fürstenhain geplant

Die geänderte Planung für eine Flutschutzanlage im Radebeuler Ortsteil Fürstenhain hat erneut ein gemischtes Echo in Radebeul gefunden. Schon einmal hat die Landestalsperrenverwaltung (LTV) einen Vorschlag gemacht, wie Fürstenhain und auch die benachbarten Ortsteile Kötzschenbroda und Naundorf künftig vor einer Elbeflut geschützt werden könnten und von der Stadt eine Liste mit Änderungswünschen erhalten (DNN berichteten).

Diese wurde abgearbeitet, wobei sich Radebeul jedoch nur teilweise durchsetzen konnte.

Größter Kritikpunkt ist nach wie vor, dass der geplante Flutdamm unterhalb der Friedenskirche auf einem historischen Gräberfeld errichtet werden soll. Dagegen haben die Stadt, die Friedenskirchgemeinde und vier Privatleute Stellung bezogen, wie Uwe Queißer von der Projekt- und Investorenleitstelle sagt. Auch die "landschaftliche" Gestaltung des geplanten Überlaufs hat die Stadt nicht durchsetzen können. An dieser Stelle auf der Rückseite des Damms sollen weiterhin Pflastersteine ein Ausspülen verhindern, falls die Elbe den Deich überströmt.

Erfolgreich war dagegen das Begehren, die eigentlich eingeplanten mobilen Flutschutzwände im Bereich Fürstenhainer Straße einzusparen. Statt der Anlagen, die im Katastrophenfall mangels Einsatzkräften wohl kaum rechtzeitig aufgebaut werden können, wie die Stadt argumentiert, wird der Deich nun als Ganzes erhöht. Nur der Durchlass Gohliser Weg soll künftig durch eine mobile Wand versiegelt werden. Entlang des Auenwegs hat die LTV dem Wunsch Radebeuls entsprochen und die Deichlinie so geändert, dass der Verlauf des Auenwegs ungestört bleibt. Ebenso bleibt Raum für den geforderten Wendeplatz vor dem Deich, der Evakuierungen erleichtern soll.

Die erneuten Änderungswünsche Radebeuls gehen nun an die Landesdirektion Dresden, wo derzeit das Planfeststellungsverfahren zu der Hochwasserschutzanlage läuft. Wann das Vorhaben dort bewilligt wird, ist derzeit noch offen. Ebenso ist noch unklar, wie es um die Planungen für die Flutwand in Kötzschenbroda steht. Queißer hofft, dass die Stadt Ende des Jahres, Anfang des nächsten einen überarbeiteten Entwurf zu sehen bekommt. In Naundorf ist man da schon weiter. Die dortige Anlage soll schon im nächsten Jahr zwischen Verzinkerei und Eisenbahntraße für rund 2,8 Millionen Euro gebaut werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2013

Hofmann, Uwe

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