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Flutschutz-Entscheidung steht an: Talsperrenverwaltung will Lösung für Spundwand in Altkötzschenbroda

Flutschutz-Entscheidung steht an: Talsperrenverwaltung will Lösung für Spundwand in Altkötzschenbroda

Höhere Mauer an der Grundstücksgrenze oder niedrigere Wand nah am Haus? Noch in diesem Jahr wird es eine Entscheidung in Sachen Hochwasserschutz in Altkötzschenbroda geben.

Radebeul.

Wo die geplante Schutzwand zwischen Festwiese und Friedenskirche tatsächlich verlaufen wird, darüber berät in den kommenden drei Monaten die Landestalsperrenverwaltung (LTV) gemeinsam mit der Landesdirektion, der Stadt Radebeul und einem Rechtsanwalt, den aufgebrachte Anwohner engagiert haben. Ihr Einspruch war es, der diese Entscheidung nötig macht.

Der Hintergrund: Die LTV bevorzugt eine Spundwand, die - an manchen Stellen bis zu zwei Meter hoch - direkt an den Grundstücksgrenzen verliefe. Diese Variante liegt der Landesdirektion bereits vor, wie Eckehard Bielitz, Bereichsleiter Oberes Elbtal bei der LTV, bestätigt. Einige Anwohner jedoch fürchteten durch die Höhe des Schutzes um ihre Aussicht. Eine eigens gegründete Bürgerinitiative kündigte an, gegen dieses Vorhaben zu klagen. "Wir haben also einen zusätzlichen Plan nach den Wünschen der Bürgerinitiative entworfen, der eine Schutzwand näher an den Häusern, aber mitten durch die Grundstücke vorsieht, vorbei an Lauben, Gewächshäusern und Swimming-Pools", so Bielitz. Die Wand sei dann zwar niedriger, brächte aber andere Probleme mit sich, etwa die Errichtung so nah an einem Gebäude.

Genau ein Jahr hat es gedauert, bis die zusätzliche Planung fertig war. Sollte sie den Vorzug bekommen, geht das gesamte Planfeststellungsverfahren wieder von vorn los. Zeit, die für einen Bewohner des Elbufers kostbar ist, wie das erneute Hochwasser im Juni gezeigt hat. "Der Natur ist es eben egal, wie lange diskutiert wird", sagt Bielitz. Einige Anwohner hätten nach der neuerlichen Flut ihre absoluten Vorbehalte gegen die LTV-Variante relativiert, andere rückten dennoch nicht davon ab. Die Leidtragenden seien die, die einen Hochwasserschutz wollen. Bielitz wünscht sich deshalb mehr Engagement von der Bevölkerung, denn Gehör verschaffen sich derzeit nur die, die dagegen sind.

Pessimistisch schaut Bielitz der Entscheidung aber nicht entgegen. Denn die LTV hat sich umgehört, hat mit jedem einzelnen Anwohner gesprochen. Das Ergebnis war überraschend: Mit der gebäudenäheren Variante sind durchaus nicht alle zufrieden. Es gebe also auch Unstimmigkeiten in der Bürgerinitiative.

Konkreter sind die Planungen mittlerweile bei den zwei anderen Elb-Abschnitten in Radebeul. Für den Bereich in Naundorf von der Verzinkerei bis zur Eisenbahntrasse beginnen Anfang 2014 die Ausschreibung und die Vergabe der Hochwasserschutzarbeiten. Baubeginn könnte laut Bielitz in der zweiten Jahreshälfte sein. Die rund 3,2 Millionen Euro teure Spundwand, die das Gewerbegebiet umschließt, soll Ende 2015 fertig sein. Für den Flutschutz in Form eines Deiches in Fürstenhain rechnet der LTV-Bereichsleiter mit einem Planfeststellungsbeschluss im Verlauf des nächsten Jahres. Dann hätte auch dieses Vorhaben grünes Licht. Insgesamt müssen in den Hochwasserschutz für Radebeul etwa elf Millionen Euro investiert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2013

Grödel, Christin

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