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Flutsanierung in Pirna benötigt mehr Zeit

Fertigstellung erst 2018 Flutsanierung in Pirna benötigt mehr Zeit

Es war ein ehrgeiziges Ziel, was sich die Stadt Pirna nach der Juniflut 2013 gesteckt hat: Bis Jahresende sollten alle Hochwasserschäden beseitigt sein. Die vielen Baustellen waren und sind auf den Straßen und in der Fußgängerzone der Altstadt sichtbar und vor allem auch spürbar.

Das Hochwasser am 30. Juni 2013.

Quelle: Dietrich Flechtner

Pirna. Es war ein ehrgeiziges Ziel, was sich die Stadt Pirna nach der Juniflut 2013 gesteckt hat: Bis Jahresende sollten alle Hochwasserschäden beseitigt sein. Von den 123 Vorhaben, die die Verwaltung beim Wiederaufbauprogramm von Bund und Ländern angemeldet hat, sind 91 beendet, 32 aktuell in Realisierung und 15 noch nicht begonnen. Der Fertigstellungsgrad betrage rund 74 Prozent, informierte jüngst Baubürgermeister Eckhard Lang (parteilos).

Die vielen Baustellen waren und sind auf den Straßen und in der Fußgängerzone der Altstadt sichtbar und vor allem auch spürbar, wenn sich der Verkehr staut. Als Anfang September wegen der Hochwasserschadensbeseitigung die Grohmannstraße in Höhe des Stadtmuseums gesperrt war, entstand Verkehrschaos. Für die staugeplagten Autofahrer kommt es aber noch dicker. Wie der Baubürgermeister berichtete, wird es bei der Sanierung der Breiten Straße und der Maxim-Gorki-Straße im kommenden Jahr eine zeitlichen Überschneidung geben. D.h., auf den wichtigsten Nord-Süd-Achsen im Stadtzentrum wird gleichzeitig gebaut. Im Rathaus tüftelt die Verwaltung noch an Lösungen, um den totalen Verkehrskollaps zu verhindern.

Eigentlich sollten die Arbeiten auf der Breiten Straße seit August dieses Jahres im Gange sein. Den Baustart musste die Stadt allerdings verschieben. Denn die für den Auftrag eingereichten Angebote von Baufirmen hätten das Budget gesprengt. Bauunternehmen haben derzeit eine gute bis sehr gute Auftragslage, denn nicht nur in Pirna werden Flutschäden beseitigt. Ihre Bücher sind voll, weshalb die Baubetriebe nicht zwingend auf jeden Auftrag angewiesen sind und sie daher höhere Gebote auf Ausschreibungen einreichen als in „normalen“ Zeiten. Ein wesentlicher Grund, warum 21 Projekte nicht wie geplant bis Jahresende baulich umgesetzt werden können, ist, dass aktuelle Ausschreibungsergebnisse teilweise deutlich über dem Budget liegen und die Verwaltung daher Ausschreibungen wieder aufheben musste.

Ein anderer Grund liegt in der Komplexität. Bauvorhaben wie das an der Dohnaischen Straße reichen über dieses Jahr hinaus. Andere wie das an der Maxim-Gorki-Straße haben noch nicht begonnen. Hier baut nicht die Stadt allein, die Stadtwerke Pirna beheben die Flutschäden am Kanalnetz mit. Beide müssen ihre Baupläne und -abläufe abstimmen.

Ein dritter Grund für die spätere Beendung der Hochwassersanierung ist die noch nicht gesicherte Finanzierung aller Vorhaben. Aus dem Fluthilfetopf hofft die Stadt auf Fördermittel in Höhe von 39,6 Millionen Euro. Davon sind bislang 36,6 Millionen Euro von den Fördermittelgebern bewilligt worden. Im beantragten Gesamtbudget sind Mehrkosten von 5,3 Millionen Euro enthalten. Hier liegen der Stadt für 2,3 Millionen Euro positive Bescheide vor. Rund 0,9 Millionen Euro wurden abgelehnt und Anträge im Wert von 2,1 Millionen Euro werden von den Fördermittelgebern noch bearbeitet. Ziel der Stadt ist es, bis Anfang 2018 alle Maßnahmen abzuschließen.

Von Silvio Kuhnert

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