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Fluthilfe-Gelder: Radebeul sieht sich im Plan

Fluthilfe-Gelder: Radebeul sieht sich im Plan

"Wir liegen völlig im Zeitplan", sagt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) über den die Schadensbeseitigung nach der Juniflut des Vorjahres. Ein Bericht in den DNN hatte einen anderen Eindruck erweckt.

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Auch einige Weinbergsmauern unterhalb des Spitzhauses kamen wegen anhaltender Regenfälle zur Juniflut 2013 ins Rutschen. Die Mittel zum Wiederaufbau hat Radebeul schon beantragt.

Quelle: Martin Förster

Demnach hatte die Lößnitzstadt bis Ende Oktober nur für 700.000 Euro Fluthilfe-Gelder beantragt. Gemessen am Gesamtvolumen des Wiederaufbauplans in Höhe von 15,6 Millionen Euro sind das gerade mal reichlich vier Prozent. Ein Zwischenstand, mehr sei das nicht, heißt es aus dem Rathaus. "Es gilt der 30. Juni 2015 für die Abgabe der Fördermittelanträge - diesen Termin dürfen wir nicht versäumen", betont Baubürgermeister Müller.

Tatsächlich ist in Sachen Hochwasserschadensbeseitigung schon viel geschehen, wie einer aktuellen Aufstellung zu entnehmen ist, die dem Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung präsentiert wurde. So hat die Stadt inzwischen für 14 der insgesamt 23 Vorhaben Fluthilfe-Gelder beim Umweltministerium beantragt. Bewilligt sind allerdings nur drei. Hinter einer dieser Zusagen verbirgt sich jedoch die Projektsteuerung, also die rund 500.000 Euro teure Betreuung der übrigen Projekte. Bei den anderen beiden handelt es sich um die Sanierung der Elbsporthalle an der Festwiese, die rund 430.000 Euro gekostet hat und die Instandsetzung eines kleinen Stückes Elberadweg für rund 26.000 Euro. Beide Vorhaben hatte Radebeul nach der Flut schleunigst erledigt, weil sie entweder dringend nötig waren (Sporthalle) oder ziemlich unkompliziert erledigt werden konnten (Radweg).

Weil die übrigen Vorhaben deutlich komplexer seien, dauerte es da etwas länger, begründet Müller. "Natürlich sind die 100 Prozent Förderquote verlockend, aber wir müssen es richtig machen", sagt er. Beispiel Kötzschenbrodaer Straße: Dort sei es lange unklar gewesen, ob Schadensbeseitigung auch bedeuten kann, dass man wenigstens in Teilbereichen zwei Fußwege baut, an denen es dort schon lange mangelte. In der kürzlich bewilligten Planung sind sie vorgesehen. Noch viel komplexer wird die Sanierung der Kottenleite für rund 2,9 Millionen Euro. Weil nach der Flut kleine Sturzbäche die abschüssige Straße hinabflossen, hatte man erst ein hydrologisches Gutachten in Auftrag geben müssen. Jetzt müssen die Planungen zügig voranschreiten, damit der Termin 30. Juni 2015 gehalten werden kann. Dann drückt schon die nächste Zeitvorgabe: Bis Jahresende 2017 müssen alle Vorhaben erledigt sein. Das sei vor allem bei der Kottenleite ein ambitioniertes Ziel, meint Müller. Schaffen werde man es nichtsdestotrotz.

Immerhin ein Problem, das beispielsweise die Nachbarstadt Coswig hat, taucht in Radebeul nicht auf: Mehrkosten, etwa dem Schlammteich und Meiereiteich (158.300 Euro mehr) können ausgeglichen werden, weil andere Vorhaben billiger werden als zuvor gedacht. Dennoch müsse die Stadt nachfordern, kündigt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) an. Dabei geht es um sogenannte verborgene Schäden, die nicht gleich als Flutfolgen erkennbar gewesen seien und deswegen nicht im Wiederaufbauplan stehen. Das betrifft zum einen eine Brücke im Fiedlergrund, zum andern die Kötzschenbrodaer Straße im Bereich des Seegrabens. Dort habe das Wasser die Feinteile unter der Straßendecke ausgespült, so dass deren Stabilität nun leide. Beide Vorhaben könnten insgesamt 500.000 bis 600.000 Euro kosten, schätzt der OB. Sie müssen bis Jahresende angemeldet werden, dann entscheidet sich, ob es den Nachschlag auch gibt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2014

Uwe Hofmann

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