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Flüchtlingskrise: Sachsen erwartet zwei Busse aus München - Ulbig befürwortet Grenzkontrollen

Flüchtlingskrise: Sachsen erwartet zwei Busse aus München - Ulbig befürwortet Grenzkontrollen

Sachsen hat München bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise Unterstützung zugesichert. „Wir erwarten zwei Busse aus München mit rund 100 Flüchtlingen“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntagabend auf Anfrage.

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Flüchtlinge nach ihrer Ankunft am Münchner Hauptbahnhof.

Quelle: dpa

Die Ankunftszeit war zunächst noch unklar. Zuvor hatte Innenminister Markus Ulbig (CDU) erklärt, am Wochenende maximal 400 Flüchtlinge über das reguläre Kontingent hinaus aufnehmen zu können. Damit reagierte der Minister auf den Vorwurf aus München, die anderen Bundesländer ließen Bayern bei der Unterbringung der Asylbewerber über die Balkanroute und Ungarn im Stich. Sachsen habe sich von Beginn an solidarisch gezeigt, erklärte ein Ministeriumssprecher und verwies darauf, dass Sachsen bereits am vergangenen Wochenende Flüchtlinge aus Ungarn in der Dresdner Offiziersschule des Heeres einquartiert habe.

Angesichts des starken Andrangs von Flüchtlingen hat die Bundesregierung noch am Abend beschlossen, vorübergehend wieder Grenzkontrollen einzuführen. Das kündigte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin an. Ulbig begrüßte die Wiedereinführung der Grenzkontrollen. Es sei „eine richtige Entscheidung“ gewesen, sagte er am Sonntag. Derzeit stehe Sachsen in Kontakt mit der Bundespolizei, um sich über mögliche Kontrollen an der Grenze zu Polen und Tschechien zu verständigen. Schwerpunkt sei allerdings zunächst die Grenze nach Österreich, erklärte ein Ministeriumssprecher. Gleichwohl seien auch die Polizeidienststellen in Sachsen vorbereitet. Die Neuankömmlinge aus München sollen laut Innenministerium auf das Leipziger Messegelände ziehen, wo die Halle 4 als Notunterkunft bereit steht. Auf 20 000 Quadratmetern können bis zu 2000 Menschen untergebracht werden. Bisher wohnen dort laut Innenministerium etwa 900 Flüchtlinge.

Sachsen sieht sich wie andere Bundesländer allerdings auch am Limit. Bisher sei es zwar gelungen, die Flüchtlinge unterzubringen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu geben. „Aber wir stoßen an unsere Grenzen“, erklärte der Ministeriumssprecher.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) brachte am Sonntag erneut den Flughafen Leipzig-Halle als Drehkreuz für Flüchtlinge ins Spiel. Die Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bräuchten dringend den Güterbahnhof, erklärte er. So könnte München schneller entlastet werden. Der Flughafen war im Gespräch als Drehkreuz. Eine Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen. Sie liegt beim Bundesinnenministerium. Inzwischen forderten mehrere Ministerpräsidenten am Sonntag eine Sonderkonferenz mit ihren Kollegen. Das Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sollte noch in dieser Woche einberufen werden.

dpa

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