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Flüchtlingsheim in Neu-Rehefeld bleibt bis September 2017 in Betrieb

Ausreichend Plätze für Asylsuchende Flüchtlingsheim in Neu-Rehefeld bleibt bis September 2017 in Betrieb

Bei der Unterbringung von Asylbewerbern hat sich die Situation im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge entspannt. Derzeit leben im Kreisgebiet 2387 Asylsuchende. Für die Unterbringung stehen derzeit rund 3450 Plätze zur Verfügung. Umstritten ist das Heim in Neu-Rehefeld wegen seiner ungünstigen Lage.

Bei der Unterbringung von Asylbewerbern hat sich die Situation im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge entspannt.

Quelle: dpa-Zentralbild

Pirna. Bei der Unterbringung von Asylbewerbern hat sich die Situation im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge entspannt. Derzeit leben im Kreisgebiet 2387 Asylsuchende. „Davon sind 660 Asylbewerber bereits anerkannt und haben eine Aufenthaltserlaubnis erhalten“, teilt die Landkreisverwaltung mit. Die Flüchtlinge stammen aus über 30 Nationen, wobei die Länder Syrien, Afghanistan und Irak den Bärenanteil ausmachen.

Für die Unterbringung stehen derzeit rund 3450 Plätze zur Verfügung. Der Großteil befindet sich in Wohnungen in den Kommunen. Zentrale Einrichtungen, also Heime, befinden sich in Schmiedeberg, Geising, in der einstigen Grenzzollanlage Zinnwald sowie im ehemaligen Bundespolizeigebäude in Neu-Rehefeld und im Erbgericht in Cunnersdorf. Die Notunterkunft im Haus A des früheren Landratsamtes in Pirna hat die Kreisverwaltung vorerst vom Netz genommen. „Die Einrichtung bleibt als Reserve stehen“, kündigt Landrat Michael Geisler (CDU) an. Sprich, der Kreischef will die weitere Entwicklung der Zahl der ankommenden Flüchtlinge beobachten. In den vergangenen Monaten ist sie heruntergegangen. Sollten die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen, geht das Haus A erneut in Betrieb. Die Kreisverwaltung prüft, ob es eine Notunterkunft bleiben soll oder es in eine „vollwertige Einrichtung“, wie der Landrat meinte, umgewandelt wird. Im Gegensatz dazu hat die Kreisverwaltung ein neues Objekt im Gewerbegebiet Klingenberg hochgefahren. Bis zu 300 Asylsuchende finden dort einen Platz.

Umstritten dagegen ist das Heim in Neu-Rehefeld. Der Standort sei zwar besser als ein Zelt, aber ungünstig gelegen. „Eine Integration ist dort nicht machbar, da aufgrund der Lage eine Teilhabe am Leben nicht möglich ist“, meint Ortsvorsteher Tino Hauffe. Seine Ort liege am südwestlichen Rand des Kreises und sei an das öffentliche Verkehrsnetz schlecht angebunden. Er wünscht daher, eine Schließung der Einrichtung.

Diese Forderung wird aber nicht so schnell erfüllt. Der Landrat räumt ein, dass die Einrichtung nicht besonders günstig liegt. Aber eine Schließung kommt für ihn nicht vor September 2017 in Betracht. Über ein Jahr lang möchte er das Objekt noch betreiben. Dies hat vor allem finanzielle Gründe. Denn der Kreis hat rund 450000 Euro in das Gebäude gesteckt. „Es ist eine rein monetäre Betrachtung“, sagt der Kreischef, dass die Einrichtung weiter offen bleibt. „Das wir uns bemühen müssen, die Integration besser zu gestalten, steht außer Frage“, so Geisler weiter.

Eine neue Herausforderung stellt die Unterbringung der anerkannten Flüchtlinge dar. Für sie ist nicht das über das Landratsamt gesteuerte Asylsystem zuständig. Einen Platz in einer der dezentralen Wohnungen oder zentralen Heimeinrichtungen bekommt derjenige, dessen Asylverfahren noch läuft und somit sein Antrag noch durch das Bundesamt für Migration bearbeitet wird. Für anerkannte Flüchtlinge ist das Jobcenter zuständig. Sie haben einen Anspruch auf Hartz-IV-Leistung und damit auch auf über das Jobcenter finanzierten Wohnraum. Und dieser muss nun zusätzlich gefunden werden.

Von Silvio Kuhnert

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