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Felssturz in der Sächsischen Schweiz - Behörden appellieren an Vernunft der Wanderer

Felssturz in der Sächsischen Schweiz - Behörden appellieren an Vernunft der Wanderer

Nach dem Absturz von Felsbrocken in der Sächsischen Schweiz haben die Behörden an die Vernunft der Wanderer appelliert. „Sicherheit hat oberste Priorität“, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Karin Bernhardt, am Dienstag.

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In der Sächsischen Schweiz ist es am Wochenede zu einem Felssturz gekommen. Dabei wurden mehrere Wanderer verletzt.

Die Leute sollten unbedingt die jetzt aufgestellten Sperrschilder beachten.

Zunächst sei zu klären, ob noch Gefahren von weiteren Brocken ausgehen können und welche Sicherungsmöglichkeiten infrage kämen. „Es ist in den vergangenen Jahren immer wieder zu Abgängen gekommen, bei denen aber niemand zu Schaden kam.“ Am vergangenen Sonntag waren auf dem Wanderweg zu den „Schwedenlöchern“ sieben Menschen durch herabfallendes Gestein verletzt worden. Zwei von ihnen mussten ins Krankenhaus.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte viel Betrieb auf dem Wanderpfad. Die Verletzten wurden von der Bergwacht geborgen und betreut. Die Nationalparkverwaltung hatte am Dienstag keine Kenntnis vom gesundheitlichen Zustand der Verletzten. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie will am Mittwoch einen Experten an die Absturzstelle entsenden. Noch ist unklar, in welche Kategorie das Ereignis fällt. Von Steinschlägen sprechen die Experten, wenn das herunterfallende Material etwa die Größe von Fußbällen hat. Bei Felsstürzen erreichen die Steine schon die Größe von Autos. Größere Abbrüche werden als Bergstürze bezeichnet.

Sachsen führt eine „Felssturz-Datenbank“. In den vergangenen 100 Jahren sind dort gut 300 Fälle aufgeführt. In Sachsen wurde letztmals 2000 ein gewaltiger Felssturz registriert. Dort gingen am Wartturm im Basteigebiet (Sächsische Schweiz) 500 Kubikmeter Gestein ab. Regelmäßig überwacht wird beispielsweise der Königstein im Elbsandsteingebirge. Nach Aussage des Landesamtes ist prinzipiell jede Gesteinsart betroffen - auch der harte Granit verwittert und wird damit ein potenzieller Fall für Steinschlag oder Felssturz.

In der unterfränkischen Gemeinde Großostheim hatten Mitte Mai herabstürzende Lehmbrocken ein fünfjähriges Kind erschlagen. Das Mädchen hatte sich während einer sogenannten Waldwoche des Kindergartens gemeinsam mit 13 anderen Kindern in der Nähe einer Steilwand aufgehalten, als sich die Brocken lösten. Am 26. Dezember 2011 war ein zehn Jahre altes Mädchen bei einem Spaziergang mit Mutter und Schwester am Kap Arkona (Ostsee) getötet worden, als sich mehrere tausend Kubikmeter Geröll von der Steilküste lösten.

dpa

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