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Fechtclub der Lößnitzstadt besteht seit 2009 und hat bereits 150 Mitglieder

Fechtclub der Lößnitzstadt besteht seit 2009 und hat bereits 150 Mitglieder

In der Sporthalle des Lößnitzgymnasiums Radebeul herrscht wildes Treiben. Ein Dutzend kleiner Menschen in weißen Anzügen und mit schwarzen Gittermasken vor dem Gesicht duelliert sich mit langen Degen und Floretten.

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Leona Vogel (li.) und Julie Jouaux macht im Degenkampf so schnell keiner etwas vor.

Quelle: Hauke Heuer

Die Kinder des Fechtclubs Radebeul trainieren unter der Aufsicht ihrer Trainer Gudrun Wolf und Robert Peche Ausfallschritte, Finten und Arretstöße, um im Wettkampf gegen ihre gleichaltrigen Kontrahenten zu bestehen. 150 Mitglieder hat der Fechtclub. 105 davon sind Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren, die die hohe Fechtkunst erlernen wollen.

Diese große Mitgliederzahl ist beeindruckend, denn der Verein wurde erst 2009 von Robert Peche, der in Dresden an der Kleiststraße 10 eine Fechtschule betreibt, zusammen mit Radebeuler Eltern gegründet. "Wir erleben eine große Resonanz und sind mittlerweile der drittgrößte Fechtverein Sachsens", sagt Peche und fügt hinzu, "derzeit bieten wir in Radebeul drei Trainingszeiten für Kinder in der Woche an. Zukünftig könnten es noch mehr werden."

Peche ist das Fechten von Kindesbeinen an in die Wiege gelegt worden. Bereits sein Vater Hubert Peche war auf der Planche genannten Fechtbahn unterwegs. Sein Sohn strebte ihm nach und nahm an mehreren Weltcups und Turnieren teil. "Das Fechten ist wegen seiner Vielseitigkeit eine ganz besondere Sportart und gleichzeitig elegant. Es wird nicht nur die Physis des gesamten Körpers gestärkt, auch die Sinne und die Reaktionsfähigkeit werden geschärft", wirbt Peche für seine Disziplin. Besonders am Fechttraining sind die sogenannten Lektionen, die am ehesten mit einem Sparring im Boxen zu vergleichen sind. Der Trainer schlüpft in einen schwarzen Anzug und verwickelt den Fechter in kleinere Auseinandersetzungen oder jagt ihn auch einmal quer durch die Turnhalle, um dessen Kondition zu verbessern.

Doch im Radebeuler Fechtclub wird nicht nur trainiert, die Beteiligung an Wettkämpfen steht für die kleinen Degenkämpfer ebenso auf dem Programm. Die erfolgreichsten sind Julie Jouaux (12) und Leona Vogel (11). Julie fechtet seit dreieinhalb Jahren und konnte die Landesjugendspiele 2011 für sich entscheiden. Im kommenden Jahr will sie an den deutschen Juniorenmeisterschaften teilnehmen. Leona kämpft nicht nur mit dem Degen, sondern auch mit dem Florett, wobei nur der Rumpf als Trefferfläche gilt. Sie konnte die Landesjugendspiele 2012 sowie die tschechische Challenge Vrastilova im vergangenen Jahr gewinnen. "Kein Junge aus der Schule wäre in der Lage, uns auf der Fechtbahn zu schlagen", sind sich die Mädchen sicher.

Eltern, die ihre Kinder einmal zum Fechten schicken wollen, sollten sich nicht von dem elitären Ruf der Sportart abschrecken lassen. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro im Monat. "Komplette Fecht-Ausrüstungen kosten ab 300 Euro. Deshalb stellen wir Anfängern die komplette Bekleidung und eine Waffe", sagt Peche.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2013

Hauke Heuer

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