Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Familienvater zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt

Todesfahrer von Fischbach Familienvater zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt

Ein Familienvater ist für die Todesfahrt mit seinen zwei kleinen Kindern wegen Mordes vom Landgericht Görlitz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte sein Auto, in dem seine Tochter und sein Sohn saßen, im September 2015 mit Absicht gegen zwei Bäume gefahren, wollte nach Überzeugung der Richter sich und seine Kinder umbringen.

Voriger Artikel
Helios Klinikum Pirna gibt Informationen zur Neuerung von Pflegeleistungen
Nächster Artikel
Mittelalterspektakel auf Schloss Burgk

Mit wenigstens 150 Stundenkilometern soll der Familienvater sein Auto mit voller Absicht gegen zwei Straßenbäume gesteuert haben. Er überlebte, seine zwei auf dem Rücksitz angeschnallten Kinder nicht.
 

Quelle: Foto: dpa/Rico Löb/Archiv

Arnsdorf.  Ein Familienvater ist für die Todesfahrt mit seinen zwei kleinen Kindern wegen Mordes vom Landgericht Görlitz zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte sein Auto, in dem seine Tochter und sein Sohn saßen, im September 2015 mit Absicht gegen zwei Bäume gefahren. Er wollte nach Überzeugung der Richter sich und seine Kinder umbringen. Mit dem Urteil folgten die Richter der Anklage der Staatsanwaltschaft, die die Tat ebenfalls als Mord bewertet hatte. Die Kammer habe zudem eine besondere Schwere der Schuld festgestellt, sagte Verteidiger Michael Sturm nach der Verhandlung am Dienstag. Damit kann die Reststrafe nach 15 Jahren nicht automatisch zur Bewährung ausgesetzt werden.

Laut Anklage raste der 46-Jährige mit seinem Auto im September 2015 auf der Bundesstraße 6 beim Arnsdorfer Ortsteil Fischbach 20 Kilometer östlich von Dresden absichtlich gegen zwei Bäume. Die vierjährige Tochter und der fünfjährige Sohn starben, der Vater überlebte. Zu den Motiven für diese Tat hatte die Staatsanwaltschaft während der Verhandlung vor allem fatale Schlüsse aus einer zur Tatzeit durchlebten Lebenskrise angeführt.

Demnach sei die Ehe des Mannes ruiniert gewesen. Seine Frau soll sich endgültig von ihm abgewandt haben und in ein Frauenhaus gezogen sein. Mit der tödlichen Raserei – er steuerte seinen BMW aus Richtung Bischofswerda kommend mit mindestens 150 Stundenkilometern gegen die Straßenbäume – habe er seine Frau bestrafen wollen. Die Todesfahrt sei heimtückisch gewesen. Die beiden kleinen Kinder schliefen angegurtet auf ihren Kindersitzen.

Der Angeklagte hatte während der Verhandlung von seinem Verteidiger Michael Sturm eine Erklärung verlesen lassen. Darin gab er die Tötung seiner Tochter und seines Sohnes zu, bestritt aber den Mordvorwurf. Bereits kurz nach der Tat hatte der Kosovo-Albaner gegenüber der Polizei eingeräumt, den Unfall vorsätzlich herbeigeführt zu haben. Daraufhin begann die Kriminalpolizei wegen des Verdachtes auf Mord aus niedrigen Beweggründen zu ermitteln. Sein Mandant habe sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden, erklärte Sturm zu den Tatumständen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung, die auf sechs Jahre Haft wegen Totschlags in minderschwerem Fall plädiert hatte, will den Richterspruch anfechten.

Von Uwe Hofmann/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr