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Familienvater nach Wohnhausbrand verschollen

Familienvater nach Wohnhausbrand verschollen

Nach dem Brand eines Einfamilienhauses in Langenhennersdorf bei Bad Gottleuba fehlt bislang von dem 41-jährigen Familienvater jede Spur. Die Polizei hatte den Mann weder erreicht noch angetroffen.

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Nach einer Explosion war das zweistöckiges Einfamilienhaus in Langenhennersdorf niedergebrannt.

Quelle: Daniel Förster

Langenhennersdorf. Gestern suchte die Polizei nach Spuren im und um das abgebrannte Haus. Dabei kamen drei Polizeihunde zum Einsatz, darunter ein Leichen- und Blutspürhund. Der Vierbeiner hat nicht angeschlagen. In dem abgebrannten Gebäude hat sich keine Person befunden. Mit dem Hinweis auf laufende Ermittlungen wollte sich die Polizei zu dem Fall nicht weiter äußern, auch nicht zu den Umständen in der Familie.

Vieles deutet auf ein Beziehungsdrama hin. Bekannte berichteten, dass es zwischen den Ehepartnern oft Streit gegeben hätte. Die 38-jährige Frau wollte sich von ihrem Mann trennen, hatte bereits eine neue Wohnung im Ort angemietet und wollte ihren Auszug am kommenden Wochenende vollenden. Verdächtig ist auch: Hinter dem Haus fand die Kripo mehrere leere Kanister. In denen könnten sich laut Aufdruck und Farbe möglicherweise leicht entzündliche, brennbare Flüssigkeiten befunden haben. Ein großer roter Kanister trug die Initialen des Familienvaters "U.B.". Etwa eine Stunde nach dem Unglück konnte die Polizei die Ehefrau ausfindig machen. Ihr sollen die Reifen des Autos zerstochen worden sein - möglicherweise von ihrem Mann, wird gemutmaßt. Am frühen Dienstagnachmittag war das zweistöckige Einfamilienhaus niedergebrannt. Der Notruf ging kurz nach 12 Uhr bei der Polizei ein. Nachbarn sprachen von einer "mörderischen Explosion", die sie aufgeschreckt hätte. Danach quoll dicker, schwarzer Rauch aus den Fenstern und Türen des Wohnhauses, in dem das Ehepaar mit seinen beiden Kindern lebte. Wenig später loderten Flammen in den Himmel. Eine riesige Rauchsäule stieg auf. Das Eigenheim stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand. "Es wurde ganz schnell immer mehr. Angefangen hat es auf der Haushälfte zum Garten hin", berichteten die Nachbarn. Laut Anwohnern soll keiner der Familienangehörigen zum Unglückszeitpunkt im Haus gewesen sein.

Etwa 50 Einsatzkräfte rückten an - Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen aus umliegenden Orten, so Kreisbrandmeister Karsten Neumann, dazu der Rettungsdienst und die Polizei. Obwohl sich den Brandschützern mit einem nahe gelegenen Hydranten günstige Bedingungen zum Löschen boten, konnten sie von dem Haus nichts mehr retten. Flammen zerstörten Dachgeschoss und die darunter liegende Etage. Das Haus ist unbewohnbar und muss vermutlich abgerissen werden. Bis auf einen Feuerwehrmann, der sich bei den Löscharbeiten Schnittwunden an der Stirn zugezogen hatte, gab es keine Verletzten.

Als die Ehefrau und später auch ihre Kinder das zerstörte Haus sahen, brachen sie in Tränen aus. Zunächst wurden sie von Feuerwehrleuten getröstet. Später wurde das Kriseninterventionsteam (KIT) hinzugezogen. Die Frau ist mit ihren zwei Kindern bei Familienmitgliedern untergekommen. Nach dem Familienvater und seinem weißen Transporter fahndet die Polizei weiter. Die Brandermittler werden heute ihre Arbeit am Brandort fortsetzen.

Während der Löscharbeiten musste der Energieversorger Enso den Strom abstellen. Zunächst war der ganze Ortsteil kurzzeitig vom Stromausfall betroffen. Außerdem wurde der Gashaupthahn abgedreht. Die Ortsdurchfahrt im Oberdorf Langenhennersdorf zwischen dem Abzweig nach Leupoldishain und Rosenthal-Bielatal war wegen des Großbrandes in Höhe des Forsthauses stundenlang gesperrt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.02.2015

Daniel Förster

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