Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Google+
Fahrt zur Schule für Grundschüler künftig teurer - Bautzner Kreistag hebt Elternanteil an

Fahrt zur Schule für Grundschüler künftig teurer - Bautzner Kreistag hebt Elternanteil an

Ob in Radeberg, Arnsdorf, Königsbrück, Großröhrsdorf, Pulsnitz oder Kamenz - Mädchen und Jungen müssen im Landkreis Bautzen künftig mehr für den Schulbus zahlen.

Voriger Artikel
Hirschtein - Schlossverkauf für einen Euro
Nächster Artikel
Bürgermeister wandern für Welterbe "Sächsische Schweiz"

Bautzen/Pirna. Von Uwe Menschner und Silvio Kuhnert

Der Bautzener Kreistag hat auf seiner jüngsten Sitzung die heftig umstrittene neue Schülerbeförderungssatzung beschlossen. Demnach betragen die Eigenanteile der Eltern künftig einheitlich 13 Euro pro Monat, was für Grundschüler eine Erhöhung um fünf Euro, für Berufsschüler hingegen eine Entlastung um vier Euro bedeutet. Für Mittelschüler und Gymnasiasten galt bereits zuvor dieser Kostensatz.

Zudem gilt für Grundschüler künftig eine Mindestentfernung von zwei, für alle anderen Schüler von 3,5 Kilometern. Diese Regelung greift allerdings nur, wenn sich Wohnung und Schule im selben Ort befinden, "die Zumutbarkeit wird im Einzelfall geprüft", wie Landrat Michael Harig (CDU) versicherte. Schließlich sollen für "Sonderverkehre" (in der Regel handelt es sich dabei um Taxifahrten) nur noch höchstens 2500 Euro im Jahr durch den Landkreis übernommen werden. In der Vergangenheit waren hierfür in Einzelfällen Kosten in Höhe von mehr als 4000 Euro entstanden.

"Es geht uns um eine funktionierende und sichere Schülerbeförderung, bei der niemand überfordert wird", so Landrat Harig. Man wolle die Schülerströme "lenken, aber auch auf besondere Härten reagieren". Auch künftig sei mit steigenden Kosten, insbesondere bei den Kraftstoffen, zu rechnen.

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge will nicht an der Preisschraube drehen. "Es sind keine Änderungen bei der Schülerbeförde- rungssatzung geplant", versicherte Astrid Hanl, Sprecherin des Landratsamtes. Die jetzige Regelung trat mit Beginn des Schuljahres 2009/10 in Kraft. Seit damals gilt bereits die Regelung zur Mindestentfernung, die der Nachbarkreis nun eingeführt hat. Au- ßerdem muss für Grund- und Mittelschüler bereits seit drei Jahren ein einheitlicher Elternbeitrag gezahlt werden. Derzeit müssen Eltern den halben Preis für eine ermäßigte ABO-Monatskarte für eine Tarifzone, Preisstufe A (außer Dresden), berappen. "Im Schuljahr 2012/13 beträgt der Eigenanteil an der Schülerbeförderung 13,25 Euro je Beförderungsmonat", informierte die Landkreisverwaltung.

Die Schülerbeförderung kostet in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge insgesamt rund fünf Millionen Euro im Jahr. Davon trägt der Landkreis zirka 3,5 Millionen Euro. "1,5 Millionen Euro werden über die Eigenanteile der Eltern finanziert", berichtet die Kreisverwaltung. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hat das Landratsamt jeglicher Änderungen seiner Zuschüsse zur Schülerbeförderung eine Absage erteilt. Das bedeutet, erhöht der Verkehrsverbund die Tarife für Abo-Monatskarten, müssen die Eltern dafür allein tiefer in die Tasche greifen. Das ist seit Inkrafttreten der jetzigen Satzung bereits geschehen. Im Schuljahr 2009/2010 zahlten die Eltern noch rund zwölf Euro für eine Monatskarte ihrer Kinder. Außerdem ist der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nicht bereit, für Kürzungen des Landes in die Bresche zu springen. Sollte von dort künftig weniger Geld kommen, trifft das also auch allein die Eltern.

Das wird noch nicht alles sein

Die neuerliche Anhebung des Elternanteils in Bautzen zeigt, dass Mütter und Väter in regelmäßigen Abständen tiefer in die Tasche greifen müssen. Denn turnusmäßig erhöhen die Verkehrsunternehmen ihre Tarife, unter anderem mit Verweis auf steigende Spritpreise. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat keine Veränderungen beim Elternanteil vor. Allerdings orientiert sich dieser am ermäßigten Preis einer Abo-Monatskarte Preisstufe A (außer Dresden). Der liegt derzeit bei 26,50 Euro. Die Eltern zahlen die Hälfte 13,25 Euro pro Monat. Ab 1. November gilt ein neuer Tarif. Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (ZVOE), zu dem unter anderem der VVO gehört, hat eine neue Preisrunde eingeläutet. Bei Einzelfahrscheinen soll alles beim Alten bleiben, jedoch gibt es Preisanstiege bei Tageskarten sowie den Monatskarten. Eine ermäßigte Abo-Monatskarte Preisstufe A (außer Dresden) verteuert sich um 1,50 Euro auf 28 Euro. Damit ist ein höherer Elternanteil vorprogrammiert.

s.kuhnert@dnn.de

Von Silvio Kuhnert

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr