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Fährverkehr in Coswig auf dem Prüfstand

Fährverkehr in Coswig auf dem Prüfstand

Der Fährverkehr zwischen dem Coswiger Ortsteil Kötitz und Gauernitz in Klipphausen soll trotz des Wegfalls von Zuschüssen aufrecht erhalten werden.

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Mehr als 40 000 Passagiere sollen 2011 die Elbfähre genutzt haben.

Coswig/Klipphausen. Von stephan klingbeil

Coswig/Klipphausen. Der Fährverkehr zwischen dem Coswiger Ortsteil Kötitz und Gauernitz in Klipphausen soll trotz des Wegfalls von Zuschüssen aufrecht erhalten werden. Das hofft man in den Rathäusern beider Kommunen. Zum Jahresende kürzt der Landkreis Meißen seine Mittel für den seit Jahrhunderten bestehenden Elbfährverkehr von 50 000 auf 10 000 Euro. So wurde es bereits vor Jahren in einem Verkehrsvertrag der Beteiligten verankert. Demnach sollte der Kreiszuschuss ein Jahr nach Eröffnung der Niederwarthaer Brücke, die beide Elbufer miteinander verbindet, auf diese Summe verringert werden.

Laut Coswigs Ordnungsamtsleiter Olaf Lier zahlt die Große Kreisstadt jährlich 10 000 Euro für den Fährverkehr, aus Klipphausen kämen 15 000 Euro hinzu, der Verkehrsverbund Oberelbe sei über Ausgleichszahlungen ebenfalls beteiligt. Die Fährbetreiber, Verkehrsgesellschaft Meißen VGM, kümmern sich seit 2009 um Schiffe, Technik und Unterhaltung der Anlagen. Eigentümer ist Coswig.

Ohne die Zuschüsse aus dem Landkreis klafft jedoch ein großes Loch. "Da bahnt sich ein Defizit an", sagt Lier. Um dem entgegenzuwirken, gibt es einige Gedankenspiele, wie man bei anderen Beteiligten bestätigt. Fest stehe zwar noch nichts. Jedoch gibt es so etwa die Idee, die Längsverbindung zwischen Coswig und Meißen zurückzufahren und sich auf die Querverbindung über die Elbe zu konzentrieren. Schon jetzt gebe es vor allem bei schlechtem Wetter zu oft Leerfahrten. Mit Streichungen könnte man 10 000 Euro sparen, hieß es. Doch es gibt auch noch andere Pläne.

Laut Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) bestehe im Frühjahr 2013 Aussicht auf Fördergeld vom Freistaat. Man sei an dem Thema dran, sagt er. Diese Mittel kann die Stadt zwar nicht direkt in den Fährbetrieb investieren, wohl aber in neue Schiffe oder die Sanierung von Anlegestellen. Laut Lier besteht bereits Bedarf. Für die Stege in den Ortsteilen Sörnewitz und Brockwitz gebe es derzeit nur Ausnahmegenehmigungen. Das gehe so auf Dauer nicht weiter.

Zudem müsse man den Tourismus im Auge behalten. Wie sich dieser in Coswig und Umgebung entwickelt, sei zwar fraglich. Aber falls die Anfrage für so eine Fährverbindung stiege und sich "nicht als Eintagsfliege entpuppt", wäre es "ein Schuss nach hinten", wenn man den Fährbetrieb vorschnell abhake. Die Gemeinde Klipphausen hat sich schon bereit erklärt, ihren Anteil zu erhöhen.

25 000 Euro pro Jahr waren zuletzt im Gespräch. "Ob es so viel sein wird, steht noch nicht fest, den Eigenanteil wollen wir aber auf jeden Fall erhöhen", bekräftigt Klipphausens Bürgermeister Gerold Mann (parteilos) auf Anfrage der DNN. Schließlich sei die Fährverbindung im Vorjahr von über 40 000 Passagieren genutzt worden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.10.2012

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