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Fachkrankenhaus Coswig weiht neue Palliativstation ein

Neun neue Betten Fachkrankenhaus Coswig weiht neue Palliativstation ein

Das Fachkrankenhaus Coswig hat eine neue Palliativstation eingeweiht. Diese verfügt über neun Betten in fünf Einzel- und zwei Zweibettzimmern, einen Raum der Stille und ein Wohnzimmer mit Kochbereich. Für Chefarzt Dr. Dirk Koschel stellt sie ein „Etappenziel“ dar.

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Oberärztin Susanne Riha und Schwester Manja im Raum der Stille.

Quelle: Foto: U. Hofmann

Coswig. Das Fachkrankenhaus Coswig hat eine neue Palliativstation eingeweiht. Diese verfügt über neun Betten in fünf Einzel- und zwei Zweibettzimmern, einen Raum der Stille und ein Wohnzimmer mit Kochbereich. Für Chefarzt Dr. Dirk Koschel stellt sie ein „Etappenziel“ dar, schließlich müsse die Station unter personellen, strukturellen und auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten mit Leben erfüllt werden.

Dabei bedeutet die neue Station für die auf Lungenerkrankungen spezialisierte Klinik einen großen Erfolg, um den man lange hat kämpfen müssen. Die Diskussion darum wird seit etwa zehn Jahren geführt. Unzählige Anträge habe man geschrieben, sagt Chefarzt Koschel, ehe die Bewilligung im Bettenplan durchgesetzt werden konnte. Gebaut wurde dann mit eigenem Geld der Klinikgesellschaft Recura, weil es keine Fördermittel gab. Etwa 500 000 Euro hat es gekostet, eine bestehende Station für die Palliativmedizin einzurichten.

Das bedeutet vor allem größere Zimmer, jeweils mit einem eigenen Bad, dazu auch einen Raum der Stille. In der Palliativmedizin geht es vor allem darum, Patienten mit geringen Chancen auf eine Heilung eine möglichst symptomfreie Zeit zu verschaffen. In aller Regel bedeutet das eine Schmerzbehandlung, im besonderen Fachgebiet der Lungenklinik aber vor allem der Umgang mit Atemnot. Behandelt würden in erster Linie Patienten mit Lungentumoren, aber auch solche mit der sogenannten Raucherbronchitis (COPD) oder mit einer Lungenfibrose. „Es ist bei einer Lungenklinik eigentlich unverständlich, wenn sie keine Palliativstation hat“, sagt Chefarzt Dr. Dirk Koschel, zumal er davon ausgeht, dass die Zahl der Patienten, bei denen es weniger um eine Heilung als vielmehr um eine Linderung von Symptomen geht, zunehmen wird.

Er betont allerdings, dass es sich bei der Palliativmedizin um keine Sterbebegleitung handle, auch wenn viele der dort behandelten Patienten im Endstadion an ihren Krankheiten leiden. Es gehe bei der Arbeit auf der neuen Station auch darum, disziplinübergreifend andere Sichtweisen bei Medizinern zu entwickeln, sagt Koschel. Etwa bei dem Wunsch, ein Leben zu verlängern, auch die Frage der Lebensqualität zu berücksichtigen und den Einsatz palliativer Behandlung zu erweitern. „Atemnot ist Atemnot, egal ob er von einem Lungenkarzinom oder einer anderen Erkrankung herrührt“, sagt Koschel.

Auch bisher hat man in der Klinik palliativ gearbeitet, hatte mangels einer eigenen Station aber Probleme bei der Abrechnung. Die lassen sich nun vermeiden. Außerdem gibt es in den neuen Räumen nun ganz andere Möglichkeiten. Personell musste die Klinik aufstocken, vor allem was Physiotherapie und psychologische Betreuung anging, Know-how ist aber bereits seit Jahren vorhanden.

Von Uwe Hofmann

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