Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 10 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+
FTL statt PIR? - 20 Städte in Sachsen wollen alte Kennzeichen - 150 bundesweit

FTL statt PIR? - 20 Städte in Sachsen wollen alte Kennzeichen - 150 bundesweit

Immer mehr Städte in Deutschland wollen ihre alten Autokennzeichen wieder haben - auch in Sachsen. Nach Angaben der Hochschule Heilbronn verlangen inzwischen 150 deutsche Städte die Wiedereinführung oder den Erhalt ihrer traditionellen Buchstabenkombinationen auf den Nummernschildern.

Voriger Artikel
Neue Verkehr-Direktverbindung für Meißen
Nächster Artikel
Lößnitzgrundbahn lädt zu "Teddyfahrten" ein

Prof. Borchardt, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Heilbronn. Seine Studie hat ergeben, dass viele Komunen ihre alten Kennzeichen zurück haben wollen.

Quelle: Julia Vollmer

Aus Sachsen finden sich auf einer der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Übersicht 20 rückkehrwillige Städte, die bei den bisherigen Gebietsreformen im Freistaat ihren Status als Kreisstadt und damit auch ihr eigenes Kennzeichen verloren haben. Dazu gehören unter anderem Freital, Dippoldiswalde und Kamenz.

Zuletzt sprach sich der Stadtrat von Castrop-Rauxel im Ruhrgebiet für die Wiedereinführung des vor 35 Jahren abgelegten Kennzeichens „CAS“ aus. Wegen der Eingemeindung in den Kreis Recklinghausen müssen neuzugelassene Fahrzeuge in Castrop-Rauxel seit 1976 das Kennzeichen „RE“ tragen, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung bestätigte.

„Die Städte sehen in dem eigenen Symbol auf den Nummernschildern ein Marketinginstrument, das ohne zusätzliche Ausgaben ihre Bekanntheit erhöht“, sagte Ralf Bochert von der Hochschule Heilbronn. Er hat in einem wissenschaftlichen Projekt in den Jahren 2010 und 2011 rund 25 000 Menschen in mehr als 100 Städten befragen lassen. Dabei hätten sich 73 Prozent die abgeschafften Kennzeichen gewünscht. „Ihnen geht es vor allem um die Identifikation mit ihrer Heimat“, betonte Bochert.

Der auf Tourismusmarketing spezialisierte Volkswirtschaftsprofessor sprach sich zugleich für die bundesweite Umsetzung eines Modells aus, das mehrere Kennzeichen in einem Landkreis zulässt. Voraussetzung dafür ist zunächst die Änderung der Fahrzeugzulassungsverordnung. Ausnahmeregelungen gibt es bisher nur in Hessen, wo kürzlich die Wiedereinführung des Kennzeichens „WZ“ für Wetzlar angekündigt wurde, sowie im Saarland und in Mecklenburg-Vorpommern. Auch Sachsen spricht sich für die zügige Umsetzung einer unbürokratischen Regelung aus.

Bochert geht davon aus, dass die Wiedereinführung auslaufender Autokennzeichen im Jahr 2012 erfolgen könne - „wenn die bürgerfreundliche Entscheidung der Verkehrsministerkonferenz der vergangenen Woche zügig umgesetzt“ werde.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr