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Explosion in den Schwedenlöchern - Fels wird kontrolliert gesprengt

Explosion in den Schwedenlöchern - Fels wird kontrolliert gesprengt

Ein großer Haufen aus riesigen Sandsteinbrocken und Geröll ist von der Gefahrenstelle in den Schwedenlöchern übrig geblieben. Der abzustürzen drohende Felspfeiler wurde künstlich zum Einsturz gebracht.

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Sprengmeister Christoph Oswald (li.) und Matthias Herschel stehen vor dem Stein- und Geröllhaufen des zum Absturz gebrachten Felsturms. Die Bruchkante hebt sich vom verwitterten Felsgestein deutlich ab.

Quelle: Silvio Kuhnert

Rathen/Bad Schandau. "Wir haben vorweggenommen, was übermorgen oder in 500 Jahren ehe passiert wäre", berichtet Matthias Herschel. Er leitet die Arbeitsgruppe Verkehrssicherheit und Besuchereinrichtungen im Nationalpark Sächsische Schweiz und sorgt für die Begehbarkeit von Wanderwegen und Steiganlagen. Die Schwedenlöcher sind seit Anfang Februar wegen akuter Felssturzgefahr gesperrt.

Der nun gesprengte Felspfeiler befand sich in Gleitlage, gehalten wurde er bloß von zwei Felssockeln in Form von Sanduhren. "Hätten beide versagt, wäre der Felsturm weggerutscht", schildert Herschel. Das Risiko war enorm und die Dimensionen des Brockens lebensbedrohlich. Rund 27 Meter war der Felsturm hoch und hatte ein Gewicht von schätzungsweise 1500 Tonnen. Am Dienstagmittag legte Sprengmeister Christoph Oswald die Lunte an. Gegen 13 Uhr explodierte der Sprengsatz. Übrig blieb ein zwischen sechs und sieben Meter hoher Stein- und Geröllhaufen. Oswald und sein Team sind bis weit in den September hinein dabei, weitere lose Stellen am Fels gezielt zum Absturz zu bringen und Felsbrocken in sichere Positionen zu rücken. Notfalls werden hartnäckige Burschen mit dem Bello zertrümmert. Über das Trümmerfeld wird im Anschluss eine neu Stiege gebaut. Noch in diesem Jahr sollen die Schwedenlöcher für Wanderer wieder offen sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2013

Silvio Kuhnert

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