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Ex-Weinprinzessin gründet neues Weingut

Ex-Weinprinzessin gründet neues Weingut

Meißen. Sachsen hat ein neues Weingut. Die Gründer sind in der Region nicht unbekannt: Die ehemalige Weinprinzessin Anja Fritz und der langjährige Proschwitz-Kellermeister Martin Schwarz betreiben gemeinsam die Weinmanufaktur am Mariaberg in Meißen.

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Anja Fritz und Martin Schwarz stoßen auf ihr gemeinsames Weingut an. Die Fassade des Pressenhauses wurde aus Dauben gebrauchter Weinfässer gestaltet.

Quelle: Lars Müller

In dem herrschaftlichen Anwesen direkt an der Dresdner Straße unterhalb des Reichelbergs wurde bereits früher Wein gekeltert. Die beiden Inhaber investieren eine siebenstellige Summe in den Aufbau des neuen Erlebnisweinguts, das neben dem Kellerbetrieb noch über mehrere Ferienwohnungen, eine Vinothek und einen Veranstaltungsraum verfügen wird.

Das neue Weingut ist in mehrerer Hinsicht spannend, könnten die Protagonisten unterschiedlicher kaum sein: Weinbäuerin Anja Fritz ist Quereinsteigerin, Martin Schwarz studierter Weinbaufachmann. Die quirlige Fritz kennt keine ruhige Minute. Die zweifache Mutter wirbelt ständig durch ihre Weinberge, hat bisher das benachbarte Weingut Mariaberg betrieben. Schwarz hingegen ist die Ruhe selbst, gibt auch seinen Weinen viel Zeit. Alle legt er in Holz und feiert damit bundesweit Erfolge, unter anderem in der gehobenen Gastronomie. Seit 2013 baut er auch die Weine von Anja Fritz aus. Es soll unter dem Dach der gemeinsamen Gesellschaft weiterhin zwei Weinlinien geben - fruchtig-sächsisch ausgebaute Mariaberg-Weine und die edleren Schwarz-Weine mit feiner Holznote. "Wir arbeiten ständig an der Qualität", betont Winzer Schwarz. Die Einstiegspreise je Flasche sollen zwischen zwölf und 14 Euro liegen. Die teuersten Weine liegen jenseits der 30 Euro für die Flasche.

Anja Fritz hat zwei Hektar Steillage in Besitz, Martin Schwarz ebenfalls. Hinzu kommen noch sechs Hektar in Brandenburg, wo Schwarz gemeinsam mit einem Mitstreiter einen jungen Weinberg in einem ehemaligen Tagebau von Vattenfall gepachtet hat. Dieser Brandenburger Landwein werde ab 2015 ebenfalls in Meißen ausgebaut, kündigte der Winzer an. Der Rotwein-Anteil soll perspektivisch bei 25 Prozent liegen. Etwa 20 000 Flaschen sächsischen Weins aus in Steillage kultivierten Trauben will das neue Gut in Durchschnittsjahren ausbauen. Die Menge des Weins aus der Lausitz richte sich nach der Entwicklung des dortigen Weinbergs. Das neue Weingut hat zwei Lehrlinge im dritten Lehrjahr von Proschwitz und Wackerbarth übernommen sowie einen ausgelernten Winzer, der zunächst für ein Jahr engagiert wurde. Zudem arbeiten Fritz, Schwarz und seine Lebensgefährtin im Keller und auf den Rebflächen. Auswärtige Gäste können das neue Weingut kaum übersehen: Die Fassade des kubusförmigen Kelterhauses wurde aus 2500 Fassdauben gebrauchter Rotweinfässer gestaltet und verweist damit auf den traditionell handwerklichen Weinausbau in Holzfässern. Adresse: Dresdner Straße 71 in Meißen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.09.2014

Lars Müller

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