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Ex-Skispringer Jens Weißflog kommt als Promi-Helfer zum Start der aronia-Ernte

Ex-Skispringer Jens Weißflog kommt als Promi-Helfer zum Start der aronia-Ernte

Rund zwei Wochen früher als geplant hat gestern die Aroniabeeren-Ernte im Coswiger Ortsteil Brockwitz begonnen. Der unbeständige Mix aus Sonne und Regen sei ideal gewesen und hat die Beeren schnell reifen lassen, sagt Michael Görnitz von der Obstbau GbR Coswig.

Coswig.

Von Stephan Klingbeil

Bis zum Erntefest am 8. und 9. September in Brockwitz will der Betrieb alle Beeren auf Deutschlands größter Aroniaplantage gepflückt haben. 130 Tonnen der dunkelvioletten Beeren wachsen auf den insgesamt 400 000 Quadratmeter großen Feldern in Kötitz, Zaschendorf, Coswig und in Brockwitz.

Zum Auftakt auf ihrem größten Feld in Brockwitz, wo Früchte auf fast 170 000 Quadratmetern gedeihen, kamen gestern nicht nur etliche Selbstpflücker. Auch der frühere Skispringer Jens Weißflog folgte der Einladung der Aronia Original Naturprodukte GmbH. Das Dresdner Unternehmen pflegt seit 2011 eine enge Zusammenarbeit mit den Coswiger Obstbauern, verarbeitet deren Aroniabeeren und vermarktet sie zum Beispiel als Saft, Konfitüre, Nascherei, Wurst oder Naturkosmetik.

Weißflog hält viel von den Beeren der aus Nordamerika stammenden Aronia. Ihnen wird wegen ihres hohen Gehalts an den Zellschutz unterstützenden Pflanzenstoffen eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. "Wir haben bei uns ein paar Sträucher gepflanzt, wollen das Thema langsam und authentisch angehen", sagt der dreimalige Olympiasieger, der nach dem Ende seiner Skisprungkarriere vor 16 Jahren nun ein Apartmenthotel in Oberwiesenthal betreibt. Auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern sei er auf die Aroniabeere gekommen. Man sei am Experimentieren. Ein Mix aus Aronia und Brennnessel wäre ein Idee.

Im Hotel würden Aroniaprodukte schon genutzt. In kleinen Dosen, wie er sagt. Aronia könnte auch im Leistungssport sinnvoll sein. "Wenn es einem dadurch gelingt, über einen Zeitraum weniger infektanfällig zu bleiben, dann kann das helfen, das eine wichtige Prozent mehr Leistung zu bringen, das im Wettkampf den Unterschied macht", sagt der 48-Jährige. Darüber hinaus würden Bekannte von ihm Aroniabeeren nutzen, um ihren Blutdruck zu normalisieren.

Andere hingegen machen aus den Beeren am liebsten Marmelade. So wie Lisa Stübner und ihr Mann. Die beiden Weinböhlaer haben gestern in Brockwitz sieben Kilogramm gepflückt. "Leider sind die Preise gestiegen", sagt die Rentnerin. Statt 1,50 Euro im Vorjahr zahle man nun zwei Euro pro Kilo.

"Der Preis ist angemessen", sagt Michael Görnitz. "In anderen Gegenden zahlt man acht Euro pro Kilogramm." Der 26-Jährige aus Coswig hat Gartenbau und Biochemie studiert und ist Teil des Familienbetriebs, der seine Aroniafelder in Zaschendorf bald von sieben auf 27 Hektar erweitern will. Seit 1976 bauen die Obstbauern in Coswig Aronia an, das in die BRD exportiert worden war. Die Lebensmittelkonzerne Haribo und Schwartau wurden damit beliefert, nutzten den Farbstoff der Beeren. Doch das ist lange her. Mittlerweile habe man erkannt, das Aroniabeeren auch noch ganz anders genutzt werden können.

Selber pflücken kann man die Beeren in Brockwitz noch heute, morgen sowie zum Erntefest am 8. und 9. September, jeweils von 9 bis 18 Uhr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.08.2012

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