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Evangelisches Schulzentrum in Radebeul-Mitte geplant

Radebeul Evangelisches Schulzentrum in Radebeul-Mitte geplant

Es hatte sich angekündigt (DNN berichteten) und ist nun beschlossene Sache: Der Evangelische Schulverein kann am Moritz-Garte-Steg ein neues Schulgebäude errichten, in das die Evangelische Grundschule und die noch zum Schuljahr 2017/18 geplante Evangelische Oberschule einziehen werden.

Derzeit nutzen Schulkinder den Moritz-Garte-Steg als günstige Verbindung zum Lößnitzgymnasium. Bald schon könnte statt der Baracken rechts ein neues Evangelisches Schulzentrum entstehen

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Es hatte sich angekündigt (DNN berichteten) und ist nun beschlossene Sache: Der Evangelische Schulverein kann am Moritz-Garte-Steg ein neues Schulgebäude errichten, in das die Evangelische Grundschule und die noch zum Schuljahr 2017/18 geplante Evangelische Oberschule einziehen werden. Der Plan hat für die Schulnetzplaner im Rathaus seinen besonderen Charme: Da durch den Auszug der Evangelischen Grundschule das Gebäude an der Wilhelm-Eichler-Straße frei wird, kann dort die Grundschule Kötzschenbroda einziehen. Das eröffnet am Doppelschulstandort Kötzschenbroda, in den sich Grund- und Oberschule derzeit mehr schlecht als recht in die beengten Verhältnisse teilen, die Möglichkeit, annehmbare Verhältnisse für die Oberschüler zu schaffen. Auch wenn Elternvertreter lieber jetzt als später eine Verbesserung wünschen, sieht Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) in dieser langfristigen Perspektive den einzigen Lösungsansatz für die Probleme in Kötzschenbroda.

Kein Wunder also, dass die Stadträte in einer gemeinsamen Vorlage aller Fraktionen dem Evangelischen Schulverein den roten Teppich ausrollen. Das fängt damit an, dass die alte Planung für die zuletzt von den Landesbühnen Sachsen genutzten Baracken am Moritz-Garte-Steg, die die Anlage einer grünen Achse vorsieht, kassiert wurde. Auf knapp 4500 Quadratmetern darf ein Schulhaus entstehen, das sich in etwa zwischen der Straßenbahnhaltestelle an der Meißner Straße und dem Steinbachhaus des Lößnitzgymnasiums einordnet. Anwohner haben Bedenken, weil das Grundstück für etwa 280 Kinder knapp bemessen sei, OB Wendsche wischt diese aber weg. Die Machbarkeit sei durch eine Vorstudie bewiesen. Gebaut werden lediglich Schulhaus und Hort, für den Sportunterricht kann die nahe Lößnitzsporthalle genutzt werden.

Finanzieren und Bauen muss der Evangelische Schulverein das Schulhaus. Die Stadt, die die neue Oberschule ausdrücklich nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung der Schullandschaft empfindet, kann keine direkten Geldspritzen geben, sorgt aber anderweitig für Unterstützung. So darf der Schulverein an der Wilhelm-Eichler-Straße Container für Klassenzimmer aufstellen, in denen die neuen Oberschüler zunächst eingeschult werden können, bis der Neubau am Moritz-Garte-Steg steht. Mietkosten für die Inanspruchnahme des städtischen Grundstücks fallen für die Container nicht an. Bau- und Betriebskosten entfallen freilich auf den Schulverein. Der kann jedoch ein städtisches Darlehen über eine halbe Million Euro erhalten, das mit mindestens zwei Prozent verzinst wird. Außerdem will sich die Stadt an den Kosten der Außenanlagen beteiligen, solange diese öffentlich nutzbar sind. Das Baugrundstück bekommt der Schulverein zum günstigen Erbpachtzins von drei Prozent verpachtet.

Alles Regelungen, mit denen man sich im Rathaus ziemlich zufrieden zeigt. Der Ball liegt jetzt beim Schulverein, der irgendwie die Bausumme aufbringen und das Projekt vorantreiben muss. „Für uns ist besonders interessant, dass eine Oberschule geplant ist“, sagt OB Wendsche. Das ist die Schulart, bei der es in Radebeul die schlimmsten Engpässe gibt, weshalb auch der lange Jahre ungenutzte Plattenbau der Oberschule Mitte derzeit für die Schulnutzung hergerichtet wird. Löst die Stadt über den Schulverein ihre Kapazitätsprobleme? „Nein“, sagt OB Wendsche. Man habe aber die Auswirkungen des neuen Angebots genau untersucht. „Es schadet uns nicht, das hätte bei einer zweizügigen Oberschule schon ganz anders ausgesehen“, sagt der OB.

Von Uwe Hofmann

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