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Es bleibt dabei: kein Bus am Wochenende im Liebethaler Grund in Pirna

Schranke oder nicht? Es bleibt dabei: kein Bus am Wochenende im Liebethaler Grund in Pirna

Die Stadtbuslinie G/L in Pirna bringt auch nach dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember an Wochenenden und Feiertagen keine Einheimischen und Wanderer zum Liebethaler Grund. Der Haltepunkt am Ausgangspunkt des Malerweges wird weiterhin nur werktags bedient.

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Das Parkverbot an Haltestelle und Wendeplatz im Liebethaler Grund wird von Ausflüglern nicht immer befolgt: Folge, der Linienbus bleibt stecken, denn der Wendepunkt ist sehr eng. Selbst wenn alles frei ist, kann ein Gelenkbus gerade so einen Kreis ziehen. Und auch das nicht immer problemlos.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Stadtbuslinie G/L in Pirna bringt auch nach dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember an Wochenenden und Feiertagen keine Einheimischen und Wanderer zum Liebethaler Grund. Der Haltepunkt am Ausgangspunkt des Malerweges wird weiterhin nur werktags durch die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) bedient. Aber das Verkehrsunternehmen versichert, es würde die Haltestelle gern wieder an allen Tagen ansteuern. "Leider steht dem nach wie vor entgegen, dass die Stadt Pirna noch keine Lösung gefunden hat, die uns das Wenden ohne Einschränkungen ermöglicht", informiert OVPS-Sprecherin Solveig Großer.

Seit dem 1. Mai ist der Liebethaler Grund an Wochenenden und Feiertagen Tabuzone für die Stadtlinie. Weil Ausflügler wiederholt den Wendeplatz mit ihren Autos zuparkten, konnten Busse nicht mehr wenden und blieben stecken. Der Fahrplan konnte nicht mehr eingehalten werden, es drohte sogar der Ausfall ganzer Linien. Deshalb zog die OVPS die Reißleine. Der Stadt unterbreiteten die Verantwortlichen einen Lösungsvorschlag. "Aus unserer Sicht ist eine vom Bus aus steuerbare Schranken- oder Polleranlage der einzig sinnvolle Weg", sagt Großer.

Allerdings stößt diese Idee in der Stadtverwaltung nicht auf Gegenliebe. "Der Bau und die Unterhaltung einer Schrankenanlage sind mit sehr hohen Kosten verbunden", teilt Kerstin Westermann, Fachgruppenleiterin Tiefbau im Pirnaer Rathaus, auf eine Anfrage der Stadträte Katrin Lässig (MIT - Ihre Nachbarn im Stadtrat) und Uwe Gebauer (CDU) mit. Ein fünfstelliger Betrag sei nötig. Außerdem müsste der Parkplatz auch in Zukunft zugängig bleiben. Er dient nicht nur als Stellplatz für Wanderer und Spaziergänger, sondern gleich daneben befindet sich ein Klettergarten.

Im Rathaus vermutet man zudem, dass eine Sperrung des Wendeplatzes für Pkws nicht wirklich für eine ungestörte Fahrt der Busse durch Liebethal sorgt. "Die jetzt auf den offiziellen Stellplätzen parkenden Fahrzeuge werden dann auf andere Verkehrsflächen in Liebethal verdrängt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dann neue Behinderungen für den Busverkehr entstehen", so Westermann.

Die Stadt verfolgt einen anderen Ansatz, um dem Problem mit den Falschparkern Herr zu werden. Sie stellte mehr Parkverbotsschilder auf. Auf neu aufgestellten Hinweisschildern droht sie mit dem Abschleppdienst. Das Ordnungsamt geht häufiger Streife. Der Wendeplatz bekam eine neue Sperrmarkierung. Zudem wurden zusätzliche Stellflächen beispielsweise auf dem Liebe- thaler Markt geschaffen. Eine private Fläche für einen weiteren Wanderparkplatz will die Stadt darüber hinaus noch pachten.

Das alles reicht aus Sicht der OVPS nicht, um eine störungsfreie Busfahrt zu garantieren. "Straßenmarkierungen, Warnschilder sowie der Einsatz von Politessen, die nicht ständig vor Ort sein können, haben leider nicht den erforderlichen Effekt gebracht", lautet ihr Fazit. Auch eine alternative Linienführung über den Liebethaler Markt sei nicht umsetzbar. "Die Straße ist zu steil und zu eng, so dass die Befahrung mit Linienbussen nur mittels einer Ampelschaltung durchgeführt werden könnte. Insgesamt würde alles zu viel Zeit in Anspruch nehmen, um den Fahrplan zu halten", so Großer.

Die Stadt bittet nun das Landratsamt um Hilfe bei der Lösung des Problems.

Silvio Kuhnert

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