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Erstmals seit Jahren wieder Eiswein-Lese im Elbtal

Erstmals seit Jahren wieder Eiswein-Lese im Elbtal

Radebeul/Meißen. Erstmals seit Jahren haben sächsische Winzer wieder Eiswein gelesen. Im Staatsweingut Wackerbarth wurden am frühen Samstagmorgen bei klirrender Kälte von minus zehn Grad Riesling-Trauben geerntet.

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Das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul (Landkreis Meißen) hat am Wochenende erstmals seit 2003 wieder Eiswein gelesen.

Quelle: dapd

Auch das Weingut Schloss Proschwitz in Meißen sandte 40 Helfer aus. Sie brachten Scheurebe-Eiswein ein.

Es sei das erste Mal seit neun Jahren, dass Wackerbarth wieder Eiswein herstelle, sagte Kellermeister Jürgen Aumüller. Die Trauben-Menge reiche für etwa 400 Flaschen zu je 0,375 Liter. „Das ist eine Rarität.“ Schloss Proschwitz las nach Angaben eines Sprechers erstmals seit 2007 wieder Eiswein - und zum ersten Mal überhaupt Scheurebe. Mit 240 Grad Oechsle hätten die Trauben eine „beachtliche Qualität“. Wenn das Wetter hält, sollte in den folgenden Tagen noch Traminer-Eiswein geerntet werden.„Dieses Jahr war perfekt für Eiswein. Die Trauben hatten eine gute Qualität, und es ist zügig kalt geworden“, sagte Ulrike Schröter, Sprecherin von Schloss Wackerbarth.

In den Vorjahren war die Eiswein-Lese in Sachsen dagegen schon im Herbst buchstäblich ins Wasser gefallen. Wie Bernd Kastler, Vorsitzender des Weinbauverbandes Sachsen erläuterte, hatte es jeweils zuviel geregnet. Dadurch war die Qualität der Trauben Mitte Oktober zu schlecht, um sie für eine mögliche Eiswein-Lese hängen zu lassen.

Für Eiswein werden im Herbst hängen gelassene, überreife Trauben von allerbester Qualität in gefrorenem Zustand gekeltert. Dadurch gewinnen die Winzer einen sehr konzentrierten Saft mit hohem Zuckergehalt und intensiven Aromen. Voraussetzung sind Temperaturen von minus sieben bis minus zehn Grad Celsius in mindestens zwei Nächten hintereinander.

Im Frost verlieren die Trauben Flüssigkeit, was zur Konzentration von Zucker und anderen Inhaltsstoffen führt. Eiswein muss einen sehr hohen Zuckergehalt von mindestens 150 Grad Oechsle haben. Die Trauben müssen bei mindestens minus sieben Grad gelesen werden. Theoretisch geht das mit jeder Rebsorte. Nach Expertenansicht empfehlen sich aber die später reif werdenden Sorten wie Riesling, Traminer oder Weißburgunder.

dpa

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