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Erstmals nach der Wende: Coswig wächst wieder

Erstmals nach der Wende: Coswig wächst wieder

Erstmals seit den 1990er Jahren ist die Einwohnerzahl Coswigs wieder gewachsen. Wie Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) bei seiner Ansprache zum gestrigen Neujahrskonzert in der Börse sagte, verzeichnete die Große Kreisstadt 2014 einen Zuwachs um 84 Einwohner.

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Frank Neupold

Quelle: archiv

"Zwar kamen auch voriges Jahr noch weit weniger Menschen auf die Welt, als diese Welt verlassen haben", sagte er. "Aber dafür ziehen jetzt viel mehr Menschen nach Coswig als von Coswig fort - hier hatten wir ein Plus von 180." Coswig hatte den vor Jahren noch starken Einwohnerschwund bereits in den letzten Jahren abfangen können und nun erstmals den Trend umgekehrt. Damit leben mehr als 20700 Einwohner hier.

Nicht nur wegen dieses Erfolgs war es "eine besondere" Ansprache für Neupold. Weil in diesem Jahr im Juni OB-Wahlen anstehen, nutzte er die Gelegenheit, um seine erste Amtszeit im Rathaus zu bilanzieren. Vorgänger Reichenbach habe ihm 2008 einen Ordner mit Baustellen übergeben, die er nicht erledigen konnte. Vieles davon sei nun abgearbeitet, meinte Neupold. Er erinnerte an große Projekte wie die Einrichtung des Gewerbegebiet Kötitz auf dem schadstoffbelasteten Grundstück des ehemaligen Zellstoffwerks, die fast zu Ende gebrachte Umgestaltung des Wohngebietes Dresdner Straße, aber auch an viele kleine, von Privatleuten getragene Investitionen, so das Siedlungsgebiet am Kreisverkehr oder die denkmalgerechte Sanierung der Alten Feuerwehr. An manches sei 2008 nicht zu denken gewesen. "Wer hätte mit uns gewettet, dass das alte EWS-Gebäude in Neusörnewitz einmal so aussieht wie jetzt?", fragte OB Neupold in die Runde. Das denkmalgeschützte Gebäude baute 2011 ein Privatinvestor für rund 3,4 Millionen Euro zu einem Weinlager um. Zudem wurde 2014 das Bildungszentrum West eröffnet.

Großprojekte dieser Art sieht Neupold in naher Zukunft nicht. "Künftig werden wir keine Schulen mehr neu bauen müssen, auch keine Rathäuser oder Abwasserpumpwerke. Kitas zumindest nicht in Größenordnungen. Unsere Kirchgemeinden brauchen wahrscheinlich keine neuen Kirchen und die Kultur keine neue Villa", sagte er. Wichtige Aufgaben, die aber weniger mit einem großen Wurf zu lösen sind, gibt es aber trotzdem. OB Neupold nannte als Beispiel den Flutschutz an der Brockwitzer Niederseite, wo die Anwohner mehr oder minder zu Eigeninitiative aufgerufen sind. Außerdem die Unterbringung von Flüchtlingen. Insbesondere die Integration der Kinder aus Asylbewerberfamilien in Kindergarten und Schule funktioniere bisher gut, lobte Neupold. Wichtigen Anteil daran hat die Oberschule Kötitz. Sie biete als eine der wenigen im Landkreis Meißen Deutsch als Zweitsprache an. Die Schule wird in diesem Jahr erweitert. Vorausschauend auf das Jahr 2015 nannte Neupold weitere wichtige Ereignisse. So wird in diesem Jahr die seit 25 Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit Ravensburg gefeiert. Außerdem wird die mit Spendengeldern sanierte Jehmlich-Orgel geweiht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.01.2015

Uwe Hofmann

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