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Erste eigene Weine - Drei Winzer gehen in Sachsen neu an den Start

Erste eigene Weine - Drei Winzer gehen in Sachsen neu an den Start

Ein frischer Wind pfeift über den Albertsberg im Osten Radebeuls. Der Austrieb der Spätburgunder-Reben zeigt, der Frühling hat in diesem Jahr schon vor einiger Zeit Einzug gehalten.

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Insgesamt rund 1000 Flaschen wird Stefan Bönsch auf den Markt bringen.

Quelle: Lars Müller

Radebeul/Langebrück. Winzer und Küfermeister Stefan Bönsch bleibt jedoch trotz Frostgefahr bis in den Mai gelassen. Der gebürtige Dresdner, Jahrgang 1977, ist das Leben und Arbeiten mit der Natur gewöhnt.

In diesem Jahr stellt Bönsch seinen ersten eigenen Wein vor. Riesling und Müller-Thurgau des Jahrgangs 2013 und einen 2012er Spätburgunder hat er abgefüllt. "Ich will hochwertige Weine machen, Qualität statt Masse", sagt er. Zugegeben, mit einer Rebfläche von gerade einmal 2400 Quadratmetern im Ertrag bleibt ihm fast nichts anderes übrig, als mit einem individuellen Stil aufzufallen. Beim Riesling zum Beispiel hat er die Hälfte der Trauben spontanvergoren - also ohne Zusatz von Hefen - und dann mit dem klassisch vergorenen Anteil verschnitten. Von benachbarten Winzern kauft er auch Trauben zu. Trotzdem wird er nur insgesamt etwa 1000 Flaschen auf den Markt bringen. Bönsch baut seine Weine im eigenen Keller in Langebrück aus.

Derzeit bewirtschaftet er neben den Rebflächen auf dem Radebeuler Albertsberg noch 0,1 Hektar im Meißner Rauenthal. Riesling, Spätburgunder und Müller-Thurgau dominieren seinen Rebsortenspiegel. Demnächst will er Scheurebe pflanzen und später noch Frühburgunder. Auch Grünen Veltliner könne er sich künftig einmal vorstellen. Doch das ist Zukunftsmusik. Ab 1998 hat Bönsch, der zuvor als Student der Wasserwirtschaft vergeblich sein Glück gesucht hatte, im Staatsweingut Schloss Wackerbarth Winzer gelernt. Später ging er ein Jahr ins Burgenland, um mehr über Rotwein zu erfahren. Zurück in Sachsen, landete der Winzer als Küfer im Weinkeller seines Lehrbetriebs. Später bildete sich Stefan Bönsch in Weinsberg zum Weinküfermeister weiter.

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen kehrte Bönsch dem Staatsweingut den Rücken. Zunächst wechselte er für ein Jahr als Kellermeister ins Coswiger Weingut Matyas, bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Inzwischen bietet er oenologische Beratung, Begleitung im Weinausbau sowie sensorische und analytische Kontrolle in seinem Labor an. Aktuell unterstützt er Anja Fritz und Martin Schwarz beim Aufbau ihrer gemeinsamen Weinmanufaktur.

Es gibt noch mehr Neuigkeiten aus Sachsens kleiner Weinwelt: Gestern haben Bernd Kastler und Enrico Friedland in Radebeul ihre Kooperation "kastler friedland" vorgestellt. Kastler ist Vorsitzender des regionalen Weinbauverbands, Friedland der ehrenamtliche Geschäftsführer. Beide sind Hobbywinzer und haben keine weinbauliche Ausbildung, Sie hätten sich ihre Kenntnisse "autodidaktisch und mit viel Liebe zum Wein" angeeignet, sagen sie. Kastler hat vor einigen Jahren schon einmal mit dem Dresdner Weinbauern Lars Wellhöfer zusammengearbeitet, zuletzt jedoch seine Weine - ebenso wie Mitstreiter Friedland - separat angeboten. Insgesamt bewirtschaften sie einen Hektar, jeder jedoch seine eigenen Rebflächen. Ausgebaut wird im gemeinsamen Keller. Von Fachleuten holen sie sich dabei Rat. Fünf sortenreine Weißweine sind zunächst im Angebot, alle in 0,5-Liter-Flaschen mit markanten Tieretiketten abgefüllt.

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