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Erste "Stolpersteine" in Meißen eingeweiht

Erste "Stolpersteine" in Meißen eingeweiht

Meißen. Unscheinbar und doch nicht zu übersehen sind die beiden in das Pflaster eingefassten "Metall-Steine" vor der Haustür der Elbstraße 28 in Meißen.

Meißen. Unscheinbar und doch nicht zu übersehen sind die beiden in das Pflaster eingefassten "Metall-Steine" vor der Haustür der Elbstraße 28 in Meißen. Es sind die ersten "Stolpersteine" der gleichnamigen Bürgerinitiative, die in der Domstadt eingebaut und gestern im Rahmen mehrerer Gedenkveranstaltungen an die Reichspogromnacht 1938 enthüllt wurden. Zu der Initiative gehören viele junge und ältere Meißner, darunter auch Stadträte und Pfarrer. Träger der Aktion ist das bei der Superintendentur Meißen angesiedelte Projekt "Brücken bauen".

Die Steine sollen an Schicksale von Meißner Juden zur NS-Zeit erinnern. Weitere könnten folgen. Bekannt ist, dass 20 von 81 Meißner Juden ermordet wurden, 41 überlebten gewiss. Was den weiteren Juden passierte, sei unklar. Bekannt sind aber die Schicksale, die sich hinter den Namen auf den ersten beiden "Stolpersteinen" verbergen.

"Regina Mosszizki" ist auf dem einen Stein eingraviert, "Leo Mosszizki" auf dem anderen. Die zwei Meißner Juden waren 1943 von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort noch im selben Jahr ermordet worden. Ihre Tochter, die heute 91 Jahre alte Judy Benton, erfuhr einst von Nachbarn, das ihre Eltern von der Gestapo abgeholt worden waren. Sie floh nach London und überlebte. Gestern kehrte sie zurück in die Domstadt, Kinder und Enkel reisten aus Israel an. Sie weilten bei einer Gedenkveranstaltung am Morgen und nahmen an der Stolperstein-Weihe teil. Emmanuel Nahshon von der Botschaft Israels in Berlin, war ebenfalls dabei. "Manche Momente waren heute sehr bewegend", so Superintendent Andreas Stempel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2012

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