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Erste Lachse des Jahres sind zurück in der Elbe

Erste Lachse des Jahres sind zurück in der Elbe

Sachsen hofft auf ein guten Jahrgang für den Elbelachs. Im Auftauchen zweier männlicher Tiere am 1. Oktober sah das Umweltministerium am Donnerstag zumindest „Vorzeichen für ein erfolgreiches Lachsjahr 2012“.

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Der Lachs in der Elbe ist bereits Anfang Oktober zurückgekehrt.

Quelle: pr

Denn normalerweise steigen die Lachse erst ein paar Wochen später in ihre Laichgewässer auf.

Die jetzt gefangenen Milchner gingen eher zufällig ins Netz - beim Fischfang für das sogenannte Schadstoffmonitoring. Dabei wird einmal jährlich die Belastung des Flusses gemessen. Fische gelten hierbei als guter Indikator für die Wasserqualität. Denn wie alle Salmoniden braucht er klares, sauerstoffreiches Wasser für sein Wachstum bis zur Geschlechtsreife.Sachsen hatte 1994 ein Programm zur Wiederansiedlung des Lachses begonnen, die ersten Brütlinge wurden 1995 zu Wasser gelassen. Früher gab es den Lachs massenhaft in der Elbe, er galt sogar als Arme-Leute-Essen. Die Industrialisierung des Elbtals im 19. Jahrhunderts grub ihm aber gewissermaßen das Wasser ab.

Das letzte bekannte Exemplar wurde in den 30er Jahren in der Nähe von Dresdens berühmter Brücke Blaues Wunder gefangen. Nach der Wende begann man gezielt mit der Reanimierung der Population. 1998 landeten die ersten Rückkehrer aus dem Atlantik in ihrer sächsischen Heimat. Inzwischen treffen jedes Jahr Hunderte wieder in Sachsen ein. Die natürliche Reproduktion sei damit in Gang gekommen, hieß es.

Dennoch soll der Bestand weiter mit menschlicher Hilfe wachsen. Dazu werden jährlich 300 000 bis 400 000 Lachseier in Schweden gekauft und in Sachsen ausgebrütet. Die Junglachse wandern nach etwa zwei Jahren zum Großen Fressen in den Atlantik ab und kommen etwa eineinhalb Jahre später wieder in ihre Laichgewässer zurück. Dabei können sie ihre „Wiege“ im Fluss mit einer Genauigkeit von wenigen Metern wiederfinden. Damit keine Flosse unbemerkt bleibt, hat Sachsen an geeignetem Ort einen Lachs-Zähler installiert. Das Gerät arbeitet mit Infrarotstrahlung und erfasst alle Fische, die an dieser Stelle den Lachsbach passieren. Anhand des Schattenrisses lässt sich dann erkennen, ob es Lachse oder andere Fische waren.

dpa

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