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Erste Gespräche nach Spaltung der Pirnaer CDU-Fraktion

Erste Gespräche nach Spaltung der Pirnaer CDU-Fraktion

Die Pirnaer Christdemokraten sind im neuen Stadtrat mit zwei Fraktionen vertreten. Ob die Spaltung allerdings die gesamte fünfjährige Legislatur anhält, ist noch offen.

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Die drei "Abtrünnigen": Tim Lochner, Katrin Lässig und Thomas Gischke haben zwar CDU-Parteibücher, gehören aber (noch) nicht zur CDU-Stadtratsfraktion.

Quelle: Daniel Förster

Landrat und Stadtverbandschef Michael Geisler (CDU) hat die Streitparteien an einen Tisch zusammengerufen. Dem ersten Austausch wird voraussichtlich noch diese Woche ein weiteres Gespräch folgen.

Von einem "Kommunikationsproblem" ist die Rede. Thomas Gischke, Katrin Lässig und Tim Lochner sind nach der Kommunalwahl Ende Mai neu für die Union in den Stadtrat eingezogen. Insgesamt zehn Sitze hatte die stärkste politische Kraft der Canalettostadt geholt, ein Plus von zwei Mandaten im Vergleich zur vorhergehenden Legislatur. Nach der konstituierenden Sitzung der Fraktion und den Wahlen des Fraktionsvorstandes teilten die drei neuen CDU-Räte mit, dass sie eine eigene Fraktion bilden. Unter den Namen "MIT - Ihre Nachbarn im Stadtrat", werden sie am kommenden Dienstag bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats von der siebenköpfigen CDU-Fraktion getrennt sitzen.

"Wir hätten diesen Schritt vermeiden können", sagt Gischke, der die neue Fraktion anführt. Allerdings wurde im Vorfeld versäumt, miteinander zu sprechen. Wie Gischke berichtet, hatten die drei neuen nach der Wahl auf Gespräche mit den erfahrenen CDU-Stadträten gehofft. Doch vier Wochen lang herrschte Funkstille in der Fraktion. Gischke setzte sich mit Spitzenkandidat Matthias Hentschel in Verbindung. Dieser wurde nach der Wahl als neuer Fraktionschef gehandelt. Inhalt der Unterredung war, wie sich die drei "Nachbarn" in die Ratsarbeit einbringen könnten. Doch Hentschel wird sein Mandat aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten. Er war wie zwei von den neuen Räten bei der Konstituierung der Fraktion nicht dabei. Gischke und Lässig waren im Urlaub. Ihrem Wunsch, die Zusammenkunft zu verschieben, wurde nicht entsprochen.

Nach dem Austritt aus der CDU-Fraktion strecken Gischke, Lässig und Lochner nun die Hand zur Versöhnung aus. Sie wären zu einer Rückkehr bereit. Allerdings räumt Gischke ein, dass die sieben anderen ihren Austritt als einen "Vertrauensbruch" interpretieren.

CDU-Fraktionschef Frank Ludwig nahm dieses Wort zwar nicht in den Mund, er übt sich allerdings in Zurückhaltung, was eine Rückkehr der drei Abtrünnigen in den Schoß der Fraktion betrifft. "Es gibt den großen Wunsch seitens unseres Ortsvorsitzenden, dass wir wieder zusammenfinden. Ich finde es positiv, dass wir miteinander reden", sagte Ludwig. Seine Fraktion hat sich über eine Wiederaufnahme der "Nachbarn" aber noch keine Meinung gebildet. "Die inhaltliche Diskussion steht noch aus", so Ludwig. Dafür war die Zeit bei der jüngsten Zusammenkunft zu kurz. Außerdem waren nur die Fraktionsvorstände in der Gesprächsrunde vertreten. Beim nächsten Gespräch sollen dann alle Stadträte mit CDU-Parteibuch anwesend sein.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.07.2014

Silvio Kuhnert

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