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Erste Ausstellung mit Dokumenten zur Geschichte des Schlosses Klipphausen

Erste Ausstellung mit Dokumenten zur Geschichte des Schlosses Klipphausen

Die erste Ausstellung zur Geschichte des Schlosses Klipphausen ist fertig gestaltet. In der kommenden Woche wird sie vom kleinen Archivraum in die stilvoll sanierten Räume mit den imposanten Gewölbedecken im Seitenflügel des Schlosses wechseln.

"Zu den Aufstellern kommen noch einige Vitrinen, in denen wir Bücher und Originale von verschiedenen Bildern und Fotos zeigen", sagt Renate Leistner. Sie wohnt in Kleinschönberg und kümmert sich dort um die Ortschronik. Von der Geschichte des Schlosses Klipphausen ist sie fasziniert und hat mit sechs weiteren geschichtsinteressierten Mitstreitern verschiedene Dokumente zusammengetragen, die nun erstmals der Öffentlichkeit am kommenden Wochenende präsentiert werden.

Darunter befinden sich historische Dokumente aus dem Turmkopf von 1859, die bei der Restaurierung zum Vorschein kamen. Fotografien des letzten Rittergutspächters Ernst Peschke werden ebenso zu sehen sein wie Zeichnungen von Richard Bernhardt (1900-1977), der oft in der Gegend mit seinem Skizzenbuch unterwegs war und als "Der wandernde Zeichner" gilt. Auch eine Kopie des Testamentes von Heinrich XV Prinz Reuß aus dem Jahre 1868 gehört zu den Ausstellungsstücken. "Das zu bekommen war die wohl aufwändigste Arbeit an dieser Ausstellung", schätzt Renate Leistner ein. Heinrich XV Prinz Reuß wurde 1834 in Klipphausen geboren und ehelichte Luitgard zu Stolberg-Wernigerode. Wie aus der extra für die Ausstellung angefertigten Ahnentafel hervorgeht, entstammen dieser Verbindung vier Mädchen, mit denen allerdings diese Linie auch endet: Margarete, Auguste, Gertrud und Anna-Marie. Die beiden letztgenannten wohnten bis 1945 im Schloss Klipphausen.

Von 1939 bis 1940 diente Ursula Thamm (damals Wagner) bei den beiden als Hausmädchen. Zu sehen ist das ihr ausgestellte Zeugnis. Und mit ihren niedergeschriebenen, ganz persönlichen Erinnerungen lässt Ursula Thamm, die heute in Dresden wohnt und bei der Ausstellungeröffnung anwesend sein wird, alle an dieser Zeit teilhaben.

Auch Wulf Kirsten, der 1934 in Klipphausen geboren wurde und heute als freier Schriftsteller in Weimar lebt, hat seine Erinnerungen an diese Zeit niedergeschrieben und zwar in dem Buch "Die Prinzessinnen im Krautgarten".

Die Ausstellung zur Schlossgeschichte wird morgen um 18 Uhr eröffnet und kann auch am Sonntag von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden. Am Sonnabend liest ab 19 Uhr Wulf Kirsten aus seinem Buch "Die Prinzessinnen im Krautgarten".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.10.2012

Hannelore Schuster

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