Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Erschütterungen in der Sächsischen Schweiz: Astronom hält Meteoriteneinschlag für möglich

Erschütterungen in der Sächsischen Schweiz: Astronom hält Meteoriteneinschlag für möglich

Die Ursache der Erschütterung und des lauten Knalles, den hunderte Menschen in Pirna und der Region am Montagabend gehört haben, ist nach wie vor ungeklärt. Noch am Dienstagmorgen hatte die Polizei Kampfjets für die Ereignisse verantwortlich gemacht.

Wie jedoch die Pressestelle der Luftwaffe später mitteilte, kommen Kampfjets als Ursache nicht in Frage. Im entsprechenden Zeitraum zwischen 18 und 21 Uhr hätten in einem Radius von 55 Kilometern rund um Pirna weder Flugzeuge mit Überschallgeschwindigkeit noch Kampfjets mit Strahltriebwerk in der Region operiert, so ein Sprecher der Bundeswehr auf Nachfrage.

Sicher ist, dass das Seismologische Observatorium Berggießhübel um 20.02 Uhr ein Beben bei Stolpen registrierte, das auf der Richterskala einen Wert von 1,8 erreichte. „Ein derartiges Beben ist für die Sächsische Schweiz äußerst untypisch. Seit 1984 arbeite ich in diesem Observatorium ohne so ein Erlebnis gesehen zu haben. Darüber hinaus äußern sich Erdbeben nicht mittels eines Knalles“, wundert sich Elke Novak, technische Assistentin im Seismologischen Observatorium. Ihrer Meinung nach ist eine Sprengung am wahrscheinlichsten, die hätte aber vorher angemeldet werden müssen.

Eine andere Variante hält Professor Michael Soffel vom Lehrstuhl für Astronomie an der TU Dresden für denkbar. „Es wäre möglich, dass ein Meteorit bei Stolpen eingeschlagen ist, was den Knall und auch die heftige Erschütterung erklären könnte“, sagt Soffel. Sicherheit würde hier aber nur eine Suche nach einer Einschlagstelle bringen, die im Gebiet der Erschütterungen durchgeführt wird, so Soffel. Der Leiter der Sternwarte Radebeul, Ulf Peschel, widerspricht dieser These. „Sicher würde durch das Zerbrechen der Gesteinsbrocken in der Atmosphäre ein Knall entstehen, ein Meteorit der die Erde erreicht und für Erschütterungen sorgt, würde allerdings einen derart hellen Lichtblitz erzeugen, dass ihn jeder sehen könnte“, argumentiert Peschel. Pirna.

Hauke Heuer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr