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Erneute Schönheits-OP für Wagner: Bronzestatue im Liebethaler Grund wird noch einmal restauriert

Erneute Schönheits-OP für Wagner: Bronzestatue im Liebethaler Grund wird noch einmal restauriert

Am Richard-Wagner-Denkmal müssen die Restauratoren noch einmal Hand anlegen. Der Statue im Liebethaler Grund war die Frischekur im vorigen Jahr nicht gut bekommen.

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Nach einer Fehlrestauration wird das Denkmal erneut überholt.

Quelle: Daniel Förster

Wagner zeigte quasi eine allergische Reaktion und hatte auf einmal Schuppenflechte. Die Bronze-Figur verlor ihre Patina. Gestern legten Gerüstbauer der Skulptur eine Halskrause an, damit die Restauratoren die Schäden beheben können. Vier Wochen werden sie am Werk sein. Die erneute Schönheitskur kostet 18 000 Euro.

Anlässlich des 200. Geburtstags Richard Wagners im vergangenen Jahr schickte sich Lohmen an, die Skulptur und das Umfeld aufzuhübschen. "Ziel war es, durch den Auftrag einer speziellen Heißwachsschicht das monumentale Bronzedenkmal für weitere Jahrzehnte zu konservieren", berichtete Bürgermeister Jörg Mildner (CDU). Rund 25 000 Euro nahm seine Kommune dafür in die Hand. "Hinzu kommt etwa noch einmal so viel für die Gestaltung des Umfelds", so Mildner. In Summe investierte Lohmen 50 000 Euro.

Ende Oktober 2013 meldeten die Restauratoren Vollzug, nachdem sie die Oberfläche geputzt, Schäden ausgebessert und das Denkmal mit einer schützenden Wachsschicht überzogen und poliert hatten. Die über vier Meter hohe Figur an der Wesenitz präsentierte sich auffallend dunkler und ganz ohne grüne Patina. Anfangs sah alles nach erfolgreicher Verjüngung aus, wenige Wochen später zeigten sich jedoch Spuren einer Unverträglichkeit der alten Oberfläche mit der neuen Beschichtung.

Nach Untersuchungen stellte sich heraus, dass das Denkmal in den 1930er Jahren mit einer Pigmentfarbe aus Eisenoxidschwarz, sogenanntem Magnetit, überstrichen wurde, um die sich bildende Patina zu verfestigen. Durch die Tränkung mit dem mikrokristallinen Wachs bei der Restaurierung verlor die Oberflächenschicht an vielen Stellen die Haftung. Vor allem am Kopf hatten sich Flecken gebildet, Rost trat zum Vorschein und eine grün-braune Flüssigkeit lief vor allem über die Wangen und die Kopfseiten Wagners. Das "Krankheitsbild" verglich Mildner mit einer Schuppenflechte. Um es zu beheben, beginnt nun die Prozedur von vorn - komplett Einrüsten, Pigmentschicht entfernen, Untergrundbehandlung, Heißwachsauftrag. Alles in mühseliger Handarbeit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.09.2014

Förster, Daniel

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