Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Erneut Warnstreik bei Landesbühnen Sachsen

Erneut Warnstreik bei Landesbühnen Sachsen

Die Warnstreiks an den Landesbühnen Sachsen gehen weiter. Am Freitag beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 35 Kollegen der Technik und Werkstätten am Arbeitskampf.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Aufführungen seien nicht betroffen, sicherte das Mehrspartentheater auf Anfrage zu. Die Gewerkschaft fordert für die etwa 70 Beschäftigten in Technik, Werkstätten und Verwaltung einen Haustarif auf Basis des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Konkret verlangt Verdi die Übernahme des aktuellen TV-L und die Zahlung der seit 2013 angefallenen Gehaltserhöhungen - insgesamt 7,7 Prozent.

Laut Verdi-Verhandlungsführer Michael Kopp hat die Geschäftsführung der Landesbühnen zwar einen langen Brief geschrieben, aber kein konkretes Verhandlungsangebot unterbreitet. „Da macht es keinen Sinn, sich an einen Tisch zu setzen. Je länger gestreikt wird, desto kompromissloser werden die Kollegen. Die Geschäftsführung ist dabei, die Karre in den Graben zu fahren“, sagte Kopp der Deutschen Presse-Agentur. Kopp kritisierte auch das Land Sachsen, das als Eigentümer und Gesellschafter der Landesbühnen GmbH eine Tarifeinigung blockiere. Die Geschäftsführung hatte Kopp am Donnerstag einen Brief geschrieben und darin eine „freiwillige Gehaltserhöhung“ in Aussicht gestellt. Man bleibe bei dem Ziel, den Mitarbeitern finanzielle Verbesserungen zukommen zu lassen, „die das Haus ohne Substanzgefährdung tragen kann“. Das Angebot zur Gehaltserhöhung soll den Kollegen in den nächsten Tagen zugehen.

Der Gewerkschaft wurden Verhandlungen über einen Vergütungstarifvertrag angeboten, dessen Abschluss den Mitarbeitern „erhebliche und alsbaldige Einkommensverbesserungen“ bringen werde, ohne ihren arbeitsvertraglichen Status zu verändern.

Kopp zufolge geht es der Gewerkschaft zwar auch um Geld, aber in erster Linie um einen Tarifvertrag, der für die Kollegen Rechtssicherheit bedeute. Die angebotene Gehaltserhöhung werde man prüfen. Kopp wertete das aber als Versuch, die Belegschaft zu spalten. Dennoch werde die Gewerkschaft keinem Mitarbeiter verbieten, das Angebot anzunehmen. Ziel des Arbeitskampfes sei nicht, das Publikum zu verärgern. Kopp schloss aber nicht aus, dass eines Tages auch Aufführungen betroffen sein könnten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr