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Ermittlungen nach Pöbeleien gegen Gauck

Nach Verbalattacken Ermittlungen nach Pöbeleien gegen Gauck

Nach den verbalen Attacken gegen Bundespräsident Joachim Gauck hat die Polizei Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Mann hatte ein Messer bei sich.

Bundespräsident Joachim Gauck besuchte am Sonntag den Deutschen Wandertag in Sebnitz. Dabei wurde er massiv beschimpft.

Quelle: Silvio Kuhnert

Sebnitz. Nach den verbalen Attacken auf Bundespräsident Joachim Gauck am Sonntag in Sebnitz sind gegen zwei Beteiligte Ermittlungen eingeleitet worden. Wie die Polizeidirektion Dresden am Montag mitteilte, wird gegen einen 30 Jahre alten Mann wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Laut Polizei trug er ein Messer bei sich und soll versucht haben, eine Art Broschüre in Richtung Gauck zu werfen. Der Mann machte aus seiner rechtsextremen Gesinnung kein Hehl - er hatte ein Hakenkreuz-Tattoo auf dem Rücken. Ein zweites Verfahren wegen Widerstandes richtet sich gegen eine andere Person, von der die Polizei in Dresden aber noch keine Personalien hatte.

Die Polizei bezifferte die Gruppe der Störer am Rathaus auf 50 und auf dem Marktplatz auf etwa 180 Personen. Sie hatten verschiedene Sprechchöre skandiert, darunter „Hau ab“ und „Volksverräter“. In diesem Fall ermittelt die Polizei noch wegen Beleidigung. Von neun Demonstranten wurden die Personalien festgestellt. Die Polizei sprach fünf Platzverweise aus. Bereits am Morgen hatten Beamte an verschiedenen Eisenbahnbrücken Plakate festgestellt, die sich gegen Gauck richteten.

Die Organisatoren des Deutschen Wandertages verurteilten die Pöbeleien. Der Wandertag sei ein friedliches und völlig unpolitisches Fest, das damit gestört wurde. Es sei schade, wenn sich Menschen nicht anders als auf eine destruktive Weise artikulieren können, hieß es in einer Erklärung. Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) nannte die Verbalattacken gegen Gauck unwürdig. „Ich finde es beschämend, dass Menschen zusammenkommen, um den Bundespräsidenten persönlich zu beleidigen und zu verunglimpfen“, erklärte er.

Von dpa

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