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Erinnerung an jüdisches Leben: Akubiz eröffnete Ausstellung in der Kulturkiste in Pirna

Erinnerung an jüdisches Leben: Akubiz eröffnete Ausstellung in der Kulturkiste in Pirna

Zur Reichspogromnacht am 9. November 1938 klirrten auch in Pirna die Fensterscheiben jüdischer Geschäfte. Der braune Mob zerstörte das Bekleidungsgeschäft von Wolf Jurmann am Markt - dort wo vor kurzem Schlecker eine Filiale hatte.

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Ein Erinnerungsstück an jüdisches Leben in Pirna: Anne Nitschke zeigt einen Kleiderbügel aus Wolf Jurmanns Geschäft, das 1938 zerstört wurde.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Am Folgetag wurden mehrere Männer nach Buchenwald verschleppt. Im Jahr der Machtergreifung des NS-Regimes 1933 lebten 23 Juden in der Elbestadt, mit Ende des Zweiten Weltkrieges war es völlig erloschen und ist bis heute nicht wieder zum Leben erwacht. Mit einer Ausstellung in der K2-Kulturkiste möchte der Verein "Alternatives Kultur- und Bildungszentrum (Akubiz)" die Erinnerung an jüdische Familien aus Pirna und der Region wachhalten.

"Die Ausstellung zeigt das jüdische Leben in Pirna vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Beschreibungen reichen vom frühen Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich bis hin zum Holocaust und der 'Endlösung der Judenfrage' in Pirna", berichtet Anne Nitschke. Der historische Kontext wird auf der Hälfte von zehn Tafeln beleuchtet. Auf weiteren fünf Schautafeln stellt Akubiz beispielhaft einige jüdische Familien in Pirna und deren Schicksale dar. Die Ausstellung stützt sich auf die Forschung des Historikers Hugo Jentsch und seinem Buch "Juden in Pirna" und ist als eine Fortsetzung gedacht. Das Akubiz erforscht gerade das jüdische Leben in Neustadt und Sebnitz. Die Ausstellung ist bis zum 21. Dezember montags und freitags von 16 bis 20 Uhr, dienstags von 9 bis 16 Uhr und sporadisch mittwochs von 16 bis 20 Uhr in den Räumen des Infotreff K2-Kulturkiste, Kirchgasse 2, zu sehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.11.2012

S.K.

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