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Er will reden - Oliver Stöltzing ist neuer Chefchirurg im Krankenhaus Meißen

Er will reden - Oliver Stöltzing ist neuer Chefchirurg im Krankenhaus Meißen

Meißen. "Ich bin sehr froh hier zu sein, sowohl im Beruflichen als auch im Privaten", sagt Oliver Stöltzing. Er amtiert seit Kurzem als Chefarzt der chirurgischen Klinik im Meißner Krankenhaus.

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Oliver Stöltzing ist der neue Chefarzt der Chirurgischen Klinik des Meißner Krankenhauses.

Quelle: Uwe Hofmann

Ein Amt, das er zuvor etwa drei Monate lang kommissarisch bekleidet hat, weil der bisherige Chefarzt, Falk Kühn, Ende Juni völlig unerwartet im Alter von nur 61 Jahren verstarb. "Er hat diese schwierige Situation, die wir so in unserem Hause noch nicht hatten, in einer völlig unaufgeregten Weise gemeistert", lobt der Ärztliche Direktor Holger Sebastian den neuen Chefarzt, der überhaupt erst seit Mai in Meißen ist. Geholt wurde er noch von Kühn, der Stöltzing perspektivisch zu seinem Nachfolger aufbauen wollte. Ein Plan, der auf tragische Weise abrupt verkürzt wurde.

Acht ärztliche Vollzeitkräfte und 36 Betten machen die Meißner Chirurgie aus. "Wobei die Anzahl der Betten weniger aussagekräftig ist, mehr doch die der Fälle", sagt Stöltzing. Das sind jährlich so um die 1800 stationär behandelte Patienten und zahlreiche andere, die ambulant behandelt werden oder bei denen der Rat der Chirurgen von Kollegen hinzugezogen wird. Die Allgemeinchirurgie spiele wie in Radebeul auch also eine wichtige Rolle, meint Frank Ohi, Vorstand der Elblandkliniken, zu denen beide Krankenhäuser gehören. "Und der Chefarzt ist ja immer so etwas wie das Gesicht einer Klinik", sagt Ohi.

Er gibt aber auch die Richtung vor. Das sieht man in Meißen daran, dass die Chirurgie jetzt unter dem Namen "Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie" firmiert, wobei sich der letztgenannte Begriff mit Bauchchirurgie übersetzen lässt. Es handelt sich dabei um einen der Schwerpunkte, den der 45-jährige Stöltzing "aus meiner bisherigen beruflichen Vergangenheit" heraus setzen wird, wie er sagt. Dazu gehören insbesondere Tumoroperationen an der Leber durch minimalinvasive Verfahren, die auch unter dem Begriff "Schlüssellochmethode" zusammengefasst werden. Er habe in letzter Zeit viel auf diese Weise operiert, sagt Stöltzing, und in Meißen inzwischen auch das geeignete Operationsbesteck dafür zur Verfügung. "Das, was ich dafür benötige und das, was ich immer schon mal haben wollte", sagt er mit einem Lachen. Es handelt sich dabei allerdings um kleine Investitionen, größere kündigt Verwaltungsdirektorin Katrin Oesterreich für das nächste Jahr an, ohne genaueres darüber zu verraten.

Trotz der Expertise in der Bauchchirurgie bleibe die Meißner Chirurgie vor allem breit aufgestellt, sagt Klinik-Chef Ohi. "Wir haben in erster Linie unseren Versorgungsauftrag", bekräftigt er. Auch dazu hat Stöltzing Ideen. So will er künftig einiges bewegen, um die Patientensicherheit zu verbessern. Auch kündigt er an, die Sprechzeiten der Meißner Chirurgie ab dem nächsten Jahr "enger am Arbeitsalltag der Menschen" auszurichten. Wie das genau aussehen soll, steht allerdings noch nicht fest.

Ein wesentliches Element, auf das Stöltzing künftig vor allem setzen will, ist eine verbesserte Kommunikation. Zunächst mit den Ärzten im Meißner Raum, die für das Krankenhaus insofern wichtig sind, als dass sie ihre Patienten in die Klinik überweisen. Ende November ist ein Treffen mit ihnen geplant, bei dem vor allem eine engere Gesprächsroutine vereinbart werden soll. "Nur mit einem Arztbrief, der vier Monate nach der Operation in der Praxis eintrifft, geht es nicht mehr", sagt Stöltzing. Er will mehr direkte Gespräche, in denen alles Wichtige über die Patienten ausgetauscht werden soll.

Ähnliches schwebt ihm auch mit anderen Abteilungen des Meißner Krankenhauses vor und mit den Ärzten des Radebeuler Standorts. Dort ist Philipp von Breitenbuch Chefarzt der Chirurgie, man kennt sich aus gemeinsamen Zeiten in der Uniklinik Regensburg. "Wir haben schon immer miteinander gesprochen und werden das auch weiterhin tun", sagt Stöltzing.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.11.2014

Uwe Hofmann

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